Sachsen-Anhalt: BSW einstimmig für Gespräche mit AfD

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09.09.2026 22.06Online seit heute, 22.06 UhrNach der Landtagswahl im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt hat das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ein Angebot zu Gesprächen mit der Alternative für Deutschland (AfD) angenommen. Wie ein Sprecher heute Abend mitteilte, sprach sich der Landesvorstand einstimmig für Gespräche aus. „Beim Treffen mit der AfD werden wir uns über die Themen Energieversorgung, Bildung und Friedenspolitik austauschen.“Angaben zu Ort und Zeitpunkt machte er nicht. CDU, SPD, Grüne und Linke hatten zuvor eine Kooperation mit der vom Verfassungsschutz von Sachsen-Anhalt als rechtsextrem eingestuften AfD ausgeschlossen.BSW-Landeschef Thomas Schulze hatte vor der Sitzung erklärt: „Für uns gilt weiterhin, was wir im Wahlkampf gesagt haben: Wir sind grundsätzlich bereit, mit allen Parteien zu sprechen.“ Die Ablehnung von Gesprächen durch andere Parteien sei ein „schlechter politischer Umgang“ und „kein gutes Zeichen für die demokratische Kultur in unserem Land“.Die AfD hatte die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag deutlich mit 43,8 Prozent klar gewonnen, eine absolute Mehrheit aber knapp verpasst. Ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund reklamiert den Regierungsauftrag für sich. Ob und wie er gegebenenfalls Ministerpräsident werden könnte, ist noch offen.