Wohl keine OSZE-Wahlbeobachter bei US-Kongresswahl

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11.09.2026 06.31Online seit heute, 6.31 UhrBei der US-Kongresswahl wird es wohl keine Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geben. Dies verlautete aus dem Umfeld der Parlamentarischen Versammlung der OSZE gegenüber der APA. Man rechne nicht mehr mit einer Einladung durch die US-Regierung, hieß es.Als OSZE-Mitglied haben sich die USA grundsätzlich verpflichtet, Beobachter und Beobachterinnen ins Land zu lassen. Mit seinem Verhalten folgt Washington dem Vorbild autoritärer Staaten wie Russland.Eine offizielle Bestätigung wird demnächst erwartet. Vom OSZE-Büro für Demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) hatte es gestern gegenüber der APA geheißen, dass man auf eine Einladung der USA warte.Wahlbeobachtungsmissionen der Organisation bestehen aus zwei Teilen. ODIHR schickt zunächst Fachleute als Langzeitbeobachter ins Land, die fünf bis sechs Wochen vor dem Wahltermin bereits den Wahlkampf genau beobachten und Politiker treffen. Einige Tage vor der Wahl folgen dann Abgeordnete, die von der Parlamentarischen Versammlung der OSZE entsandt werden. Diese sind dann auch in Wahllokalen präsent und beobachten, ob der Urnengang ordnungsgemäß abläuft.2016 waren bis zu 100 Fachleute und Abgeordnete im Einsatz ==Im Jahr 2016 stand die OSZE-Wahlbeobachtungsmission unter Leitung der damaligen SPÖ-Nationalratsabgeordneten und OSZE-PV-Vorsitzenden Christine Muttonen. Wie sie im APA-Gespräch berichtet, gehörten der Mission 80 bis 100 Personen an. Man habe sich auf die „Swing States“ konzentriert, in denen ein knapper Wahlausgang erwartet wurde.Der republikanische Kandidat und spätere US-Präsident Donald Trump hatte im Vorfeld des Urnengangs Vorwürfe der Wahlmanipulation verbreitet. Nach seinem überraschenden Wahlsieg wiederholte er diese Vorwürfe nicht mehr. Allerdings stellten US-Geheimdienste fest, dass Russland gezielt Wahlbeeinflussung zugunsten Trumps betrieben hatte.Die Kongresswahl findet am 3. November statt. Den Republikanern von Trump droht dabei der Verlust in beiden Kammern des US-Parlaments. Gewählt werden alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie ein Drittel der Senatoren. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.