08.09.2026 16.50Online seit heute, 16.50 UhrIn Brüssel sind Rattenplagen ein wiederkehrendes Phänomen. Heuer aber ist das Problem auffälliger, denn im Sommer sah man kaum Ratten in Belgiens Hauptstadt. Die Hitze ließ die Nager wohl in der Kanalisation Schutz suchen. Nun aber sinken die Temperaturenm und Regenfälle häufen sich wieder, die Ratten tauchen nun in Scharen auf, wie „Le Soir“ heute berichtete.Nun sollen digitale Rattenfallen Herr der Plage werden. Solche wurden zunächst in der Nähe des Atomiums getestet – und zwar erfolgreich, wie der zuständige Stadtrat Anas Ben Abdelmoumen meinte. Die von der belgischen Firma Strygoo entwickelten Geräte fangen die Ratten und messen ebenso deren Bewegungshäufigkeit in Echtzeit. So lassen sich die Populationsgrößen abschätzen. Abdelmoumen ließ nun fünfzehn der Fallen in der Fußgängerzone in der Brüsseler City aufstellen.View this post on InstagramEin Problem ist der Abfall in der Fußgängerzone, verursacht durch die wachsende Zahl von Fast-Food-Restaurants, wie „Le Soir“ schrieb. Die Stadt forderte bereits mehr Sorgfalt bei der Entsorgung ein. Abdelmoumen appellierte zudem an die Bevölkerung, Essensreste nicht auf die Straße zu werfen.„Manche werfen ganze Brote oder Pizzen weg, andere die Reste ihrer Fast-Food-Mahlzeiten. Für Ratten ist das alles ein Festmahl“, erklärte Abdelmoumens Sprecher Andreas De Kerpel gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Sender VRT. Die Stadt hofft nun, die Ausbreitung der Plage durch eine Strategie zwischen Aufklärung und Bußgeldern einzudämmen.