Schlagabtausch von Merz und Weidel im Bundestag

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09.09.2026 11.44Online seit heute, 11.44 UhrDrei Tage nach dem haushohen Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt hat Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Partei im Bundestag scharf attackiert. Er warf der AfD in der Generaldebatte zum Budget „Verachtung unserer demokratischen Institutionen“ vor. „Sie wollen unser Land destabilisieren“, sagte der CDU-Chef.Mit Blick auf den Betriff „Remigration“ hielt er der Partei außerdem vor, „ethnische Säuberung“ nach Herkunft und Hautfarbe betreiben zu wollen. Merz wurde während seiner Rede immer wieder von Zwischenrufen der AfD unterbrochen.Zuvor hatte AfD-Chefin Alice Weidel als Auftaktrednerin gesagt, dass die schwarz-rote Koalition aus ihrer Sicht am Ende sei. „Die Wähler in Sachsen-Anhalt haben es Ihnen in der Sprache des demokratischen Souveräns mit aller Klarheit mitgeteilt: Schwarz-Rot ist vorbei“, sagte sie. Die Menschen wollten einen Politikwechsel und kein Weiter-so.Es war das erste Aufeinandertreffen von Merz und Weidel nach dem Erdrutschsieg der AfD bei der Wahl in Sachsen-Anhalt. Sie konnte ihr Ergebnis von 2021 mehr als verdoppeln und wurde mit 43,8 Prozent der Stimmen stärkste Partei.Mit Hilfe des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) könnte sie nun eine Regierung bilden – ob das BSW dafür zu gewinnen ist, ist aber noch nicht klar. Die CDU stürzte um fast 20 Prozentpunkte auf nunmehr 17,2 Prozent ab.