Volksanwaltschaft: Alarmierende Suizidzahlen im Strafvollzug

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09.09.2026 11.37Online seit heute, 11.37 UhrAnlässlich des morgigen Welttags der Suizidprävention macht die für den Strafvollzug zuständige Volksanwältin Gabriela Schwarz (ÖVP) auf die alarmierenden Suizidzahlen in den Gefängnissen aufmerksam.„Mit Ende August wurden uns bereits so viele Suizide aus den Justizanstalten gemeldet wie im gesamten Vorjahr. Damit haben wir den traurigen Höchststand von 2025 erreicht“, teilte Schwarz heute mit.Laut Volksanwaltschaft wurden von Jahresbeginn bis einschließlich 26. August acht Suizide und 33 Suizidversuche registriert. Darunter befanden sich auch Jugendliche, bestätigte die Volksanwaltschaft.Meisten Fälle in Justizanstalt Wien-JosefstadtDie meisten Fälle gab es mit sieben in der Justizanstalt (JA) Wien-Josefstadt, dem größten Gefängnis des Landes, das derzeit bei laufendem Betrieb einer Generalsanierung unterzogen wird. Sechs Fälle wurden aus dem Forensisch-Therapeutischen Zentrum (FTZ) Asten in Oberösterreich gemeldet, fünf aus der JA Innsbruck.Es sei zu befürchten, „dass die Zahl der Suizide heuer noch weiter steigt. Das muss ein Alarmsignal für das zuständige Justizministerium sein“, meinte Schwarz. „Eine Einschätzung des Suizidrisikos bei Haftantritt reicht nicht. Es gibt noch viel Luft nach oben, zum Beispiel bei der neuerlichen Beurteilung nach acht bis zwölf Wochen.“Hilfe im KrisenfallBerichte über (mögliche) Suizide können bei Personen, die sich in einer Krise befinden, die Situation verschlimmern. Österreichweit und in den Bundesländern gibt es Anlaufstellen, die Rat und Unterstützung im Krisenfall anbieten.Die österreichweite Telefonseelsorge ist ebenfalls jederzeit unter 142 gratis zu erreichen. Hilfe für Jugendliche und junge Erwachsene bietet auch Rat auf Draht unter der Nummer 147.