09.09.2026 11.51Online seit heute, 11.51 UhrDie heimische Wirtschaft hat heuer im zweiten Quartal einen leichten Dämpfer bekommen. Nach sechs Zuwächsen in Folge schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um 0,1 Prozent. Das geht aus dem heute präsentierten Konjunkturbericht des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) hervor.Der Rückgang war allerdings überwiegend statistischer Natur: Zuzuschreiben sei er einem kräftigen Anstieg der Gütersubventionen bei markantem Rückgang der Gütersteuern.In seiner Schnellschätzung im August war das WIFO noch von einer stagnierenden Entwicklung gegenüber dem Vorquartal ausgegangen. Das Minus sei allerdings „kein Anzeichen einer Konjunkturabschwächung“, denn die Bruttowertschöpfung habe im zweiten Quartal um 0,1 Prozent zugelegt, heißt es in der Aussendung.Auf der Angebotsseite sei weiterhin eine Zweiteilung zu beobachten gewesen: Die Herstellung von Waren habe moderate Zuwächse eingefahren, im Bauwesen gehe es wirtschaftlich, mit Ausnahme des ersten Quartals 2025, bereits seit dem vierten Quartal 2020 bergab.Nachfrageseitig habe es daher ein deutliches Plus bei den Ausrüstungsinvestitionen gegeben, also Ausgaben von Unternehmen für Maschinen, Fahrzeuge und technische Anlagen, während die Bauinvestitionen geschrumpft seien.Für die kommenden Monate rechnet das WIFO mit einer Konjunkturaufhellung. Wichtige Vorlaufindikatoren hätten sich im August auf breiter Front verbessert, „getragen von einer international beobachtbaren Erholung der Industriekonjunktur“.