12.09.2026 17.24Online seit heute, 17.24 UhrEin Aufmarsch der rechtsextremen Identitären auf dem Wiener Kahlenberg ist heute ohne Zwischenfälle verlaufen. Medien waren dabei offensichtlich explizit nicht erwünscht.Journalistinnen und Journalisten wurden durch schwarze Schirme genauere Blicke verwehrt. Gegendemonstrationen fanden auf dem Leopoldsberg und im Bereich Heiligenstadt statt. Die rechtsextreme Veranstaltung trug den Titel „Helden von Wien! Gedenkveranstaltung zur zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683“.Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren von den Identitären erwartet worden. Anders als im Sommer wurde der Aufmarsch diesmal nicht untersagt. Wegen befürchteter gegenseitiger Provokationen war die Polizei mit entsprechend vielen Kräften vor Ort, um ein Zusammentreffen der unterschiedlichen Gruppierungen zu verhindern.Auf dem Kahlenberg selbst hatte sich nur eine Handvoll Protestierender eingefunden. Bei der Gegenveranstaltung in Heiligenstadt waren hingegen weit mehr Personen vor Ort. Diese organisierten einen Protestzug zum Oskar-Morgenstern-Platz. Bis zum späteren Nachmittag seien alle Demonstrationen friedlich verlaufen, berichtete ein Polizeisprecher der APA. Auch die Identitären-Kundgebung habe sich zu diesem Zeitpunkt nach und nach aufgelöst, hieß es.Auf dem Kahlenberg hatte auch die Führungsfigur der Identitären in Österreich, Martin Sellner, eine Rede gehalten. Vertreter der Rechtsextremen positionierten außerdem eine eigens mitgebrachte Skulptur des polnischen Königs Jan III. Sobieski, der für viele als „Befreier Wiens“ gilt. Die Errichtung eines offiziellen Denkmals war von der Stadt Wien nach jahrelangen Kontroversen verhindert worden.