Zweifel an Effekt von Steuersenkung auf Lebensmittel

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13.09.2026 07.51Online seit heute, 7.51 UhrDie Senkung der Umsatzsteuer (USt) auf Grundnahrungsmittel mit Juli könnte weniger bringen als ursprünglich erwartet, wie eine Auswertung des Markt- und Meinungsforschungsinstituts OGM auf Basis tatsächlich durchgeführter Einkäufe nahe.Für die Berechnung hat OGM 868 repräsentativ ausgewählte Personen gebeten, nach dem Einkauf ihre Kassenzettel zu übermitteln. „Die Kassenzettel sind die zuverlässigste Quelle, weil sie auf den Cent genau nach Steuerklassen und Produkten unterscheiden“, erklärt OGM-Experte David Aigner dazu. Damit kann nachvollzogen werden, für welche Lebensmittel weiterhin zehn Prozent Mehrwertsteuer fällig werden und welche Produkte mit dem ermäßigten Steuersatz von 4,9 Prozent belegt sind.57 statt 100 Euro Ersparnis pro JahrTatsächlich eingeschickt wurden im Juli und August 2.009 Belege, die OGM auswertete. Im Schnitt machten die steuerbegünstigten Produkte 23 Prozent der Nettoausgaben aus. Umgelegt auf Daten aus der der Konsumerhebung der Statistik Austria bedeutet das laut den OGM-Berechnungen, dass sich ein durchschnittlicher Haushalt durch die Steuersenkung 57 Euro jährlich erspart. Das ist deutlich weniger als die ursprünglich erwarteten Ersparnisse von bis zu 100 Euro jährlich und mehr.Komplizierte AusnahmenHauptgrund für die Abweichung sind laut Johannes Klotz von OGM die komplexen Ausnahmeregelungen. „Der Warenkreis, der tatsächlich erfasst ist, ist kleiner, als man vorher geglaubt hat“, sagte er gegenüber der APA. Beispielsweise gilt der ermäßigte Steuersatz von 4,9 Prozent zwar für Weizenmehl, nicht aber für Roggenmehl. Auch Brot und Gebäck ist nicht zur Gänze begünstigt. Ist der Fett- oder Zuckeranteil zu hoch, werden nämlich weiter zehn Prozent fällig. IMinisterium bleibt bei KostenschätzungUrsprünglich hatte der Budgetdienst des Parlaments die Entlastung mit 45 bis 119 Euro pro Jahr eingeschätzt (abhängig von der Größe des Haushalts). Das Finanzministerium ging von Gesamtkosten von bis zu 400 Millionen. Euro jährlich aus. Rein rechnerisch wären das knapp unter 100 Euro für jeden der 4,16 Millionen Haushalte in Österreich. Zu den tatsächlichen Kosten der Steuersenkung gibt es im Finanzministerium noch keine Erfahrungswerte. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.