21.09.2026 15.45Online seit heute, 15.45 UhrDeutschland will zusammen mit Österreich und Luxemburg den Weg von erneuerbarem, strombasiertem Kerosin für eine breite Anwendung in der Luftfahrt in Europa beschleunigen. Deutschland stellt dafür mit bis zu zwei Milliarden Euro den Löwenanteil bereit.Österreich und Luxemburg kommen je für bis zu 60 Millionen Euro auf. Das ging laut Reuters heute aus einer Mitteilung des deutschen Verkehrsministeriums hervor.Geplant ist laut Bericht eine staatlich geförderte Auktion, die Produzenten und Abnehmer von synthetischen Flugkraftstoffen (eSAF) zusammenbringen soll. „Wo zwischen beiden Seiten noch eine Preislücke besteht, setzt die staatliche Förderung an.“ Die EU-Kommission muss hier noch grünes Licht für die Beihilfe geben.Alternativen für Kerosin sind derzeit noch teuer und damit für Produzenten wegen des hohen Investitionsaufwands wenig lukrativ. Das synthetische, strombasierte eSAF kostet etwa zehnmal so viel wie Kerosin und ist bisher nur im Rahmen von Pilotprojekten in winzigen Mengen vorhanden. Deshalb ruft die Branche nach Anschubhilfen des Staates.Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) sprach von einem starken Signal. „Mit dem Markthochlauf von eSAF schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Luftfahrt ihre europäischen Vorgaben erfüllen und zugleich messbar CO2 einsparen kann.“