21.09.2026 14.40Online seit heute, 14.40 UhrDas Umweltministerium hat heute die Novelle des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes (UVP-G) in Begutachtung geschickt. Diese sieht vor, dass UVP-Verfahren beschleunigt und bürokratische Hürden abgebaut werden, geht aus dem entsprechenden Entwurf hervor.Konkret soll es bei größeren Infrastrukturprojekten, bei denen Umweltauswirkungen vermutet werden, künftig ein einheitliches Standardverfahren geben. Auch Vorhaben im Sinne der Energiewende sollen erleichtert werden.Bisher war im Gesetz prinzipiell eine Trennung in „vereinfachte“ und „ordentliche“ Verfahren verankert. Diese soll aufgehoben und das „vereinfachte Verfahren“, das alle in der Richtlinie geforderten Verfahrensschritte umfasst, als Standardverfahren festgelegt werden, heißt es in den Erläuterungen zum Gesetzesentwurf von Minister Norbert Totschnig (ÖVP).Nur noch ein Verfahren bei Straßen- und BahnprojektenGestrafft werden die Vorgaben darüber hinaus in Teilbereichen, die extra im Gesetz geregelt sind. Bei Bundesstraßen und Hochleistungsbahnstrecken beispielsweise braucht es aktuell separate Genehmigungsverfahren im Bund sowie im jeweiligen Bundesland.In Zukunft soll nur noch ein Verfahren notwendig sein, „was mit einer beträchtlichen Zeitersparnis verbunden sein wird und Verwaltungs- und Verfahrensaufwand erheblich reduziert“, so die parlamentarischen Unterlagen zum Entwurf. Profitieren soll auch der Ausbau erneuerbarer Energien, etwa der Windkraft.Rechenzentren künftig vom Gesetz erfasstEin weiterer Punkt betrifft Rechenzentren wie das geplante Google-Projekt in Kronstorf (Oberösterreich). Derzeit sind Rechenzentren nicht direkt vom Gesetz erfasst. Das soll sich ändern.Damit wolle man sicherstellen, „dass bei großen Vorhaben mit hohem Ressourcenbedarf die Umweltauswirkungen sorgfältig geprüft werden und eine angemessene Öffentlichkeitsbeteiligung stattfindet“, heißt es in den Erläuterungen. Die Begutachtungsfrist für die Novelle geht bis 1. November. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.