25.09.2026 16.42Online seit heute, 16.42 UhrDie Nachricht vom angeblichen Fund von mehr als 140 Millionen Dollar bei einem kürzlich zurückgetretenen ukrainischen Behördenleiter wird derzeit rasant in den sozialen Netzwerken verbreitet. Allerdings: Die Meldung, ein Video und auch der Bericht, der als Quelle genannt wird, sind schlicht gefälscht.In dem Video soll zu sehen sein, wie Beamte der ukrainischen Antikorruptionsbebörde (NABU) das in riesigen Kartons verstaute Geld im Haus des Ende August zurückgetretenen Chefs der ukrainischen Verteidigungsbeschaffungsagentur, Arsen Schumadilow, beschlagnahmen. Auf einer der Kisten ist die Aufschrift „Für den Diener des Volkes“ zu lesen. Das spielt auf den Titel jener TV-Serie an, in der Präsident Wolodymyr Selenskyj vor seiner politischen Karriere als Schauspieler bekannt wurde.Gefakte WebsiteHeute dementierte NABU die Berichte. Laut der Nachrichtenwebsite ua.news geht die Antikorruptionsbehörde davon aus, dass das Video mit KI erstellt wurde. Als Drahtzieher vermutet man Russland. Die Nachrichtenseite The New Voice of Ukraine wiederum veröffentlichte heute einen Bericht, wonach eine gefakte Nachrichtenseite mit dem eigenen Layout gefunden worden sei, die die Falschnachricht verbreitet und nun in sozialen Netzwerken als angebliche Quelle für den Bericht fungiert.Prüfberichte zeigten tatsächliche Missstände aufDass die falsche Nachricht in die Welt gesetzt wurde, hatte wohl einen ganz konkreten Anlass. Zu Monatsbeginn berichtete die „New York Times“ über Prüfberichte des ukrainischen Rechnungshofs und einer internen Revisionsabteilung des Verteidigungsministeriums, die die Misswirtschaft im militärischen Beschaffungssystem kritisieren.So seien Rüstungsdeals mit Firmen abgeschlossen worden, die keine Lizenzen hatten, nicht liefern konnten oder gegen die ermittelt wurde. Zum Teil habe man das in der Beschaffungsbehörde auch gewusst, heißt es. Auch von teuren Zwischenhändlern ist in den Berichten die Rede. Der Chef der Beschaffungsagentur, Schumadilow, trat Ende August zurück. Über tatsächliche Anschuldigungen gegen ihn persönlich ist aber nichts bekannt. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.