Bericht: Mehr Zivildiensterklärungen

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25.09.2026 11.13Online seit heute, 11.13 UhrObwohl die Reform der Wehrpflicht noch nicht abgeschlossen ist, dürfte die Zahl jener, die Zivildienst machen wollen, steigen. Von Jänner bis August wurden laut einem Bericht der „Kronen Zeitung“ (Freitag-Ausgabe) heuer 903 Zivildiensterklärungen mehr abgegeben als im selben Zeitraum des Vorjahres.Das entspricht einem Plus von rund 8,4 Prozent, wie der Zeitung im Ministerium von Claudia Bauer (ÖVP) heute bestätigt wurde. Dabei fallen Stellungspflichtige erst in die neue Regelung nach deren Inkrafttreten.Die Dreierkoalition hatte sich im Sommerministerrat Ende Juli auf die Verlängerung der Wehrpflicht von sechs auf neun Monate geeinigt. Die Dauer des Zivildiensts soll jedoch vorerst bei den aktuell neun Monaten bleiben und damit gleich lang dauern wie der Präsenzdienst.Sinkt jedoch durch die Reform die Zahl der Grundwehrdiener in einem Jahr unter 13.875, wovon die meisten Fachleute ausgehen, soll der Zivildienst ebenfalls ab dem Folgejahr, konkret um zwei Monate, verpflichtend verlängert werden.Dafür brauchen die Regierungsfraktionen eine der beiden Oppositionsparteien, handelt es sich doch um eine Zweidrittelmaterie. Nur falls die aktuell laufenden Verhandlungen rasch abgeschlossen werden können, kann die neue Regelung wie von der Regierung geplant am 1. Jänner des kommenden Jahres in Kraft treten.Dennoch dürfte die Diskussion die Zahl der Zivildiensterklärungen bereits jetzt in die Höhe gehen lassen. Vor allem nach der Einigung im Sommerministerrat Ende Juli waren sie laut „Krone“-Bericht merklich gestiegen. Im Folgemonat August seien 1.327 Wehrersatzerklärungen verzeichnet worden. Im Jahr davor waren es in diesem Monat lediglich 874, wie die „Krone“ berichtete.