27.09.2026 12.04Online seit heute, 12.04 UhrRund 30 Hilfs- und Patientenorganisationen fordern im Bereich der medizinischen Begutachtungen weitere umfassende Schritte und Reformen. Eine Aktion vor dem Sozialministerium am Dienstag soll den Auftakt zu einer Petition mit dem Titel „Meine Würde. Für faire, ärztliche Begutachtungen“ setzen.Dabei sollen auch Auszüge und Zitate „aus teils schockierenden Erfahrungsberichten“ präsentiert werden. Gefordert werden unter anderem Respekt statt Misstrauen sowie eine Reduktion der Begutachtungen. Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) erklärte: „Der Fahrplan für weitere Reformschritte steht.“Fast 30 Organisationen beteiligtGetragen wird die Petition von knapp 30 Organisationen wie der Lebenshilfe Österreich, der Caritas und der Diakonie. Gefordert wird auch ausreichende Kompetenz der Gutachter und Gutachterinnen. Wer komplexe Diagnosen bzw. eine seltene Erkrankung beurteilt, müsse sich damit auskennen. Auch müssten bereits existierende Fachgutachten verpflichtend als Grundlage herangezogen werden.Ebenso auf der Wunschliste steht eine Reduktion der Zahl der Begutachtungen. Es brauche weiters Anspruch auf eine „klare, schriftliche Begründung“ sowie die Möglichkeit, das Gutachten zu sehen und anzufechten. Ebenso wird die seit Langem diskutierte Einrichtung einer unabhängigen Begutachtungsstelle gefordert.Schumann: Recht auf Behandlung auf AugenhöheVon Schumann hieß es dazu, Menschen hätten ein Recht darauf, ernst genommen und auf Augenhöhe behandelt zu werden – es brauche „mehr Qualität, Transparenz und Respekt bei Begutachtungen“. Die Erfahrungen und Rückmeldungen der Betroffenen seien für Schumann „ein klarer Auftrag, die Begutachtungen weiterzuentwickeln“.Gleichzeitig verwies die Ministerin auf bereits gesetzte Schritte, wie den seit 1. September in Kraft getretenen Rechtsanspruch auf die Mitnahme einer Vertrauensperson bei allen medizinischen Begutachtungen. Auch erinnerte Schumann daran, dass die PVA auf ihr Betreiben am 29. Juni einen verbindlichen Verhaltenskodex für Gutachter beschlossen hatte. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.