Vielfältiges ORF-Programm trotz Spardrucks

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22.09.2026 19.00Online seit heute, 19.00 UhrDer ORF muss im kommenden Jahr den von der Regierung recht kurzfristig über das öffentlich-rechtliche Medienhaus gestülpten Sparauftrag in Höhe von 93 Mio. Euro stemmen und dennoch versuchen, jede Person im Land mit dem bestmöglichen Programm zu versorgen. Man hatte „schwere Entscheidungen“ zu treffen, hielt ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz bei der Programmpräsentation 2026/2027 fest.Sie verwies auf ein „vielfältiges, abwechslungsreiches, buntes und großes“ ORF-Programm, das man tagtäglich liefere. „Aber es wäre illusorisch zu glauben, dass das Sparprogramm einfach so am Publikum vorbeizieht.“Deutliche Einsparungen25 bis 30 Mio. Euro spare man in der Programmdirektion gegenüber dem Vorjahr ein – etwa durch die Einstellung von Quizformaten wie „Smart 10“ und „Q1“ sowie dem „ZIB Magazin“ in werktäglicher Form.Zwar hätten die Quizze als „Anker im Programm“ funktioniert, „aber wenn ich mich entscheiden muss zwischen diesen und österreichischer Fiktion, Kultur oder Dokuformaten, dann muss man klar sagen: ‚Das können wir uns nicht mehr leisten‘“, so Groiss-Horowitz. Im Falle der „Millionenshow“ habe man es geschafft, die Marke bis zur Sommerpause 2027 noch im Programm zu haben.Neues „Tatort“-Duo tritt anZurück im Programm ist die Blackout-Serie „Alles finster“ mit einer zweiten Staffel. Auch „Kommissar Rex“ – „einer der größten Erfolge in diesem Jahr“ – bekommt neue Folgen. Thomas Stipsits schlüpft für den Film „Size does matter“ in die Rolle des Rene Benko, und die Thrillerminiserie „Gnadenlos – Gegen das Gesetz“ zeigt Martina Ebm als Polizistin, die unter Mordverdacht steht. Ebm ist auch im Zweiteiler „Das Vergessen“ zu sehen.ORF/Mona Film/Victoria HerbigAbschied nehmen heißt es vom Austro-„Tatort“-Ermittlerduo Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer. Auf sie folgen Laurence Rupp und Miriam Fussenegger. Zwei Folgen sind bereits gedreht. Weitergeführt werden beliebte Serien, z. B. „Schnell ermittelt“, „Blind ermittelt“, „Soko Linz“, „Soko Donau“ und auch der „Bergdoktor“.True Crime und SportTrue-Crime-Inhalte werden etwa in Form der vierteiligen neuen „TATsache“-Reihe forciert, die von einem Podcast mit Stefan Lenglinger begleitet wird. Sportfans können sich über eine zweite tägliche Sportsendung neben „Sport aktuell“ freuen. Anstatt des werktäglichen „ZIB Magazins“ rückt „Sport 20“ (Arbeitstitel) an, wobei sich die Sendung mehr über den Breitensport definieren solle, erklärte Groiss-Horowitz. Überhaupt sei man auch nächstes Jahr bei „allen großen Sportevents dabei“.ORF/Hans LeitnerIm Showbereich kehrt „Dancing Stars“ im Frühjahr mit einer neuen Staffel und dem bewährten Team zurück. Auch beim Comeback von „Wetten, dass ..?“ mit Bill und Tom Kaulitz ist der ORF am 5. Dezember mit dabei. Der Publikumshit „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ ist mit einem Weihnachtsspecial und ab Juli 2027 mit Staffel Nummer 31 am Start.Mehr Angebot für JungeKultur sei dem ORF weiterhin ein „großes Anliegen“, beteuerte Groiss-Horowitz. Neben dem Neujahrskonzert, Opernübertragungen und dem Kultursommer plane der ORF etwa einen großen Beethoven-Schwerpunkt.Es war die letzte Jahresprogrammpräsentation, die Groiss-Horowitz übernommen hat. „Ich werde den ORF mit Jahresende verlassen“, kündigte sie an. Stolz zeigte sie sich, dass der ORF im Bereich „Young Fiction“ mittlerweile ein „wirklich gutes Angebot“ für Junge habe. Sie verwies etwa auf die Skiinternatsserie „School of Champions“, die in eine vierte Staffel rast, „2Hot2Drive“ über einen Fahrlehrer, der einiges über sich ergehen lassen muss, und auch die Krankenhausserie „Pflegeleicht“, die „sehr jung, frisch und mutig besetzt“ sei. „Wir wollten nicht über Ärzte, sondern über Pfleger erzählen“, erklärte Groiss-Horowitz zur Serie.