Sanktionen gegen zwei russische Oligarchen aufgehoben

Wait 5 sec.

22.09.2026 17.33Online seit heute, 17.33 UhrWenige Stunden vor Auslaufen einer Frist für die Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland haben die Mitgliedsstaaten sich darauf geeinigt, die Maßnahmen gegen zwei russische Oligarchen aufzuheben.Gleichzeitig wurden die EU-Sanktionen gegen die übrigen rund 3.000 Menschen und Organisationen um 36 Monate verlängert, wie heute aus Diplomatenkreisen verlautete. Bisher war eine Verlängerung um jeweils sechs Monate üblich.Lettland stimmte Enthaltung zuNach Diplomatenangaben stimmte Lettland nach langer Diskussion zu, sich zu enthalten, um die Einigung nicht weiter zu blockieren. Die Frist für die Verlängerung der Sanktionen wäre um Mitternacht ausgelaufen. Der baltische Staat hatte die nun beschlossene Aufhebung der Sanktionen gegen die russischen Milliardäre Alischer Usmanow und Michail Fridman zuvor kategorisch abgelehnt.Die EU hatte die Frist für die Verlängerung der Sanktionen bereits in der vergangenen Woche wegen des Streits um die Aufhebung der Sanktionen gegen Usmanow und Fridman auf Mitternacht in der Nacht auf Mittwoch verschoben.Frankreich drängte: Angelegenheit „nationaler Sicherheit“Frankreich hatte auf die Aufhebung der Sanktionen gegen Usmanow gedrängt. Paris begründet seine Forderung mit Angelegenheiten „nationaler Sicherheit“, ohne öffentlich Details zu nennen.Ein hochrangiger Diplomat in Brüssel sagte der Nachrichtenagentur AFP, Paris habe seine Forderung mit einem möglichen Abkommen über in Aserbaidschan festgehaltene französische Staatsbürger in Zusammenhang gebracht.Diplomatenkreisen zufolge forderte Luxemburg die Streichung Fridmans von der Sanktionsliste für den Fall, dass die EU einer Streichung Usmanows zustimme. Fridman hat Luxemburg wegen des Einfrierens seiner dortigen Vermögenswerte in Höhe von rund 16 Milliarden Euro geklagt.