Cambridge-Analytica-Skandal: Meta verlor Prozess

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25.09.2026 21.29Online seit heute, 21.29 UhrGut acht Jahre nach dem Cambridge-Analytica-Skandal um den Missbrauch von Facebook-Nutzerdaten hat der Mutterkonzern Meta einen Prozess in den USA verloren.Ein Geschworenengericht in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico entschied heute nach Angaben von US-Medien, Meta habe Nutzer und Nutzerinnen über den Schutz ihrer Daten getäuscht. Dem Konzern droht nun eine Geldbuße in Milliardenhöhe.Die Jury befand das Unternehmen von Mark Zuckerberg für haftbar, weil es irreführende Angaben darüber gemacht hatte, wie persönliche Facebook-Nutzerdaten mit Anwendungen von Drittanbietern geteilt wurden. Richter Francis Mathew kann nun über die Höhe der Geldbuße entscheiden.Daten von 87 Mio. Nutzern ausgewertetDie Affäre um die britische Beratungsfirma Cambridge Analytica, die mittlerweile nicht mehr existiert, war im März 2018 bekanntgeworden. Medien aus Großbritannien und den USA enthüllten, dass die Firma die Daten von rund 87 Millionen Facebook-Nutzern ausgewertet hatte, ohne deren Zustimmung einzuholen.Die Daten sollen unter anderem von Politikberatern genutzt worden sein, um die Präsidentschaftswahl 2016 in den USA und das Brexit-Referendum im selben Jahr in Großbritannien zu beeinflussen.TikTok ab Montag vor GerichtDie Videoplattform TikTok soll sich ab Montag vor einem US-Gericht verantworten. Bei dem Verfahren in Montgomery im Bundesstaat Alabama geht es um den Vorwurf, TikTok schütze Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Social-Media-Sucht. Ähnliche geplante Gerichtsprozesse – unter anderem in Los Angeles – hatte Tiktok mit außergerichtlichen Vergleichen abgewendet.Der republikanisch regierte Bundesstaat Alabama hatte TikTok und seine chinesische Muttergesellschaft Bytedance im April 2025 geklagt. Die Video-App verführe junge Nutzer genauso wie „Spielautomaten“, hieß es.TikTok wies Vorwürfe zurückIn dem Prozess geht es nun konkret um die Wirksamkeit von eingeschränkten Funktionsweisen der App, die Kindern und Jugendlichen heikle Inhalte gar nicht erst anzeigen sollen.Als sich Ermittler in Alabama aber als 13- bis 15-Jährige registrierten, bekamen sie Videos über Selbstverletzungen, Essstörungen sowie Alkohol und Sex angezeigt, heißt es in der Klageschrift.TikTok hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Der Konzern beruft sich auf ein US-Bundesgesetz, das Online-Plattformen von einer Haftung für die von Nutzern geposteten Inhalte entbindet.