25.09.2026 21.05Online seit heute, 21.05 UhrDer Oberste Gerichtshof der USA hat die Nutzung einer umstrittenen Einwanderungsdatenbank zur Überprüfung der Wahlberechtigung wieder zugelassen. Die Richter gaben heute einem Antrag des Justizministeriums statt und hoben damit die Entscheidung einer Vorinstanz auf.Behörden der Bundesstaaten dürfen nun wieder Sozialversicherungsnummern und andere Daten mit Bundesregistern abgleichen, um die Staatsbürgerschaft von registrierten Wählern und Wählerinnen zu überprüfen.Die Regierung von Präsident Donald Trump argumentierte, das System solle die Stimmabgabe durch Nichtstaatsbürger verhindern. Kritiker warnten jedoch, dadurch könnten rechtmäßige Wähler um ihr Wahlrecht gebracht werden. Die drei liberalen Richter des konservativ dominierten, neunköpfigen Gerichts stimmten gegen die Entscheidung.Das Heimatschutzministerium hatte die als SAVE bekannte Datenbank im vergangenen Jahr überarbeitet, um Massenabfragen durch die Bundesstaaten zu ermöglichen. Mehrere von Republikanern geführte Bundesstaaten haben seitdem ihre Wählerlisten mit dem System abgeglichen und Registrierungen von mutmaßlichen Nichtstaatsbürgern gestrichen.Die Datenbank ist Bürgerrechtsgruppen zufolge aber fehleranfällig und nicht immer auf dem neuesten Stand. Einwanderer, die inzwischen die US-Staatsbürgerschaft erlangt haben und damit wahlberechtigt sind, würden teilweise fälschlicherweise als Nichtstaatsbürger eingestuft.