27.09.2026 08.27Online seit heute, 8.27 UhrDer ChatGPT-Entwickler OpenAI hat nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten Modelle künstlicher Intelligenz (KI) ausgesetzt. Bei dem Vorfall schaffte es ein KI-Modell, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internetzugang haben sollte.Die Software habe jedoch eine Lücke in den Netzwerkeinstellungen gefunden und ausgenutzt, wie OpenAI selbst berichtete. Das Training soll erst wieder aufgenommen werden, wenn man sich sicher sei, dass die Lücke geschlossen ist.Der Zwischenfall sei zwar weniger gravierend als einige frühere, argumentierte OpenAI. Allerdings sei er der erste, seit die Sicherheitsvorkehrungen nach der Hacking-Attacke von OpenAI-Software auf die KI-Firma Hugging Face verschärft worden waren.Weitere Enthüllungen könnten folgenMittlerweile wurden mehrere Zwischenfälle mit der KI von OpenAI bekannt. Dazu gehört, dass sie 53-mal von Nutzern und Nutzerinnen hochgeladene Bilder auf Onlineplattformen platzierte. Erstmals waren bei einem Vorfall damit auch Daten von OpenAI-Nutzenden betroffen. Wenig später wurde bekannt, dass automatisierte KI-Agenten von OpenAI auch auf mehreren Websites der US-Regierung aktiv waren, darunter beim US-Bildungsministerium.Es könnten noch zahlreiche weitere Enthüllungen um eigenständige Hacking-Aktivitäten der KI von OpenAI folgen. Man habe „Dutzende“ Organisationen informiert, mit deren Websites Software von OpenAI auf ungeplante Weise „interagiert“ habe, teilte die KI-Firma mit. Man überlasse es ihnen, die Vorfälle öffentlich zu machen.Australien will über Regulierung redenZuletzt hatte die australische Regierung mit der Mitteilung für Schlagzeilen gesorgt, dass KI von OpenAI in eine Website des australischen Gesundheitssystems eingedrungen war. In dem bisher aufsehenerregendsten Fall „brach“ künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers aus einer abgesicherten Testumgebung „aus“ und drang ungeplant in Computer einer anderen KI-Firma ein, der Plattform Hugging Face.Australien zitiert nun die Chefs von OpenAI und Konkurrent Anthropic für Donnerstag vor einen Untersuchungsausschuss. Sam Altman und Dario Amodei müssten sich „den Fragen des Senats stellen und ein ehrliches Gespräch darüber führen, wie eine wirksame, dauerhafte Regulierung dieser Branche aussehen sollte“, hieß es dazu.