23.09.2026 17.11Online seit heute, 17.11 UhrDie Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist nach eigenen Angaben erstmals seit Beginn ihrer Wahlbeobachtungen in den USA nicht zu den Kongresszwischenwahlen eingeladen worden.Wie das Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) der Organisation weiter mitteilte, beobachteten OSZE-Vertreter seit 2002 Kongresswahlen in den USA. Insgesamt waren sie demnach bei zwölf Wahlen auf US-Bundesebene tätig.„Abkehr von bewährter Praxis“Es handle sich um eine „deutliche Abkehr von einer bewährten demokratischen Praxis“, erklärte die Organisation heute. Die Entscheidung der USA stehe „nicht im Einklang mit den Verpflichtungen“ der Mitgliedsstaaten. „Ich bedauere die Entscheidung der Vereinigten Staaten zutiefst“, erklärte Pere Joan Pons, der Präsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE.Die Wahlbeobachtungsmissionen der OSZE werden gemeinsam vom ODIHR mit Sitz in Warschau und der Parlamentarischen Versammlung der Organisation mit Sitz in Kopenhagen organisiert. Letztere entsendet Abgeordnete aus den OSZE-Staaten. Die gemeinsamen internationalen Missionen veröffentlichen üblicherweise Berichte über den Ablauf der Wahlen in den Teilnehmerstaaten.Sitz in WienDie OSZE selbst hat ihren Sitz in Wien. Sie wurde 1975 während des Kalten Krieges mit dem Ziel gegründet, die Spannungen zwischen Ost und West abzubauen. Der Organisation gehören Staaten aus Europa, Zentralasien und Nordamerika an.