Äthiopische Armee: 272 Tigray-Kämpfer getötet

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24.09.2026 15.54Online seit heute, 15.54 UhrDie äthiopische Armee hat eigenen Angaben zufolge 272 Kämpfer der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) getötet, die eine Offensive in den nahe von Tigray gelegenen Regionen Amhara und Afar im Nordwesten Äthiopiens gestartet hatte. Truppen der TPLF hätten mehrere Orte in der Region Nord-Wollo angegriffen, einem an Tigray grenzenden Gebiet in Amhara, erklärten die äthiopischen Streitkräfte heute.Die Regierungstruppen hätten daraufhin eine Gegenoffensive gestartet und der TPLF „schwere Verluste bei Personal und Ausrüstung“ zugefügt, hieß es in der Armeeerklärung. 272 Rebellen seien getötet und weitere 260 verletzt worden, hieß es weiter. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben gibt es nicht. Die Armee machte zudem keine Angaben zu Toten in den eigenen Reihen und unter Zivilisten.Kämpfe gab es nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP auch in Lalibela, ebenfalls in der Zone Nord-Wollo, wo sich Äthiopiens berühmte, zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende mittelalterliche Felsenkirchen befinden. Das Gebiet war häufiger von der Fano angegriffen worden, einer örtlichen bewaffneten Gruppe, die nun an der Seite der TPLF kämpft.Die seit langem schwelenden Spannungen zwischen der Regierung und den Behörden im nördlichen Bundesstaat Tigray waren mit den neuerlichen Angriffen auf Afar und Amhara eskaliert.Sowohl die äthiopische Armee als auch die TPLF haben nach Angaben der Afrikanischen Union in den vergangenen Monaten Soldaten entlang der Grenze der Krisenregion Tigray zusammengezogen. Beide Seiten werfen einander vor, einen neuen Krieg vorzubereiten.