21.09.2026 08.21Online seit heute, 8.21 UhrDie Preise für Haushaltsenergie haben im August neuerlich angezogen. Gegenüber dem Vormonat Juli stiegen sie um durchschnittlich 3,6 Prozent, im Jahresvergleich waren es 9,9 Prozent.Damit lag der Anstieg nicht nur deutlich über der im August auf 3,2 Prozent gestiegenen Inflation, die Preise näherten sich langsam auch der Größenordnung der Energiekrise im Jahr 2022 bzw. 2023 an, wie die Energieagentur heute mitteilte.Treiber waren den Angaben zufolge vor allem Treibstoffe und Heizöl. Diesel verteuerte sich gegenüber Juli um 9,6 Prozent, Superbenzin um 1,6 Prozent. Im Vorjahresvergleich war Diesel gar um ein Drittel teurer, Superbenzin kostete im August um 18,2 Prozent mehr.Wegen der nach wie vor angespannten Lage in Nahost sei auch keine spürbare Entspannung bei den Energiepreisen erkennbar, eher sei mit weiteren Steigerungen zu rechnen. Vergangene Woche kam es an den Zapfsäulen jedenfalls zu einem Höchststand seit Kriegsbeginn in Nahost Ende Februar.Bei Heizöl lagen die Preise 12,3 Prozent über dem Vormonat und fast um die Hälfte höher als im August 2025.All das verdiene „erhöhte Aufmerksamkeit“, auch wenn man noch nicht bei den Verwerfungen sei, die der russische Angriff auf die Ukraine auf den Energiemärkten zur Folge hatte. Damals schnellten zunächst vor allem die Gaspreise in die Höhe, die jetzt im August um 3,3 Prozent höher als im Vormonat ausfielen (plus 7,9 Prozent im Jahresvergleich).Immerhin gab es eine Stagnation bei den Strompreisen bzw. fielen diese sogar um 10,7 Prozent niedriger aus als im Vorjahresmonat, so die Energieagentur. Bei Fernwärme waren die Preise im Monatsvergleich ebenso unverändert und nur geringfügig höher als im Vorjahr.Allerdings dürfte auch das nicht von Dauer sein: „Ein Blick auf die Entwicklungen an den Großhandelsmärkten legt nahe, dass (…) bei Strom, Gas und Fernwärme in den kommenden Monaten stärkere Preisbewegungen zu erwarten sind.“