Der Creality Falcon A1C richtet sich an Einsteiger, Hobbyanwender und kleinere Werkstätten, die unterschiedliche Materialien bearbeiten wollen, ohne sich gleich mit einem offenen Lasersystem und manueller Fokussierung beschäftigen zu müssen. Das Gerät ist in zwei Ausführungen erhältlich und startet bei 319 Euro.Handliche Größe: Der Creality Falcon A1C ist ein geschlossener DesktoplaserCreality bietet den geschlossenen Desktoplaser unter anderem mit einem 10 Watt starken Diodenmodul zum Gravieren und Schneiden von Holz, Leder und vergleichbaren Materialien sowie mit einem 5-Watt-Modul an. Mit etwa 34 × 34 × 38 Zentimetern benötigt das Gerät vergleichsweise wenig Stellfläche und wiegt je nach Ausführung knapp zehn Kilogramm.Die Arbeitsfläche fällt mit 15 × 15 Zentimetern allerdings überschaubar aus. Dank der höhenverstellbaren Plattform dürfen Werkstücke ebenfalls bis zu rund 15 Zentimeter hoch sein. Für Untersetzer, Schilder, kleine Holzarbeiten und personalisierte Gegenstände reicht das gut, größere Projekte stoßen dagegen schnell an Grenzen.Geschlossen, aber nicht wohnzimmertauglichIm Alltag gefällt, dass der A1C weitgehend geschlossen und damit auch für Einsteiger recht zugänglich aufgebaut ist. Mit geöffnetem Deckel geht ohnehin nichts. Zusätzlich wirbt Creality mit einer Flammenerkennung, die wir zum Glück bislang nicht in Aktion erleben mussten. Praktisch ist auch der Sicherheitsschlüssel: Ein kleiner USB-Dongle muss eingesteckt sein, damit sich die Maschine starten lässt. Wer verhindern möchte, dass Kinder, Kollegen oder andere Mitbewohner den Laser ohne Aufsicht anwerfen, zieht ihn einfach ab und nimmt ihn mit.Not-Aus, Sicherheitsschlüssel, Abluft-SchlauchWeniger unkompliziert ist das Thema Abluft. Beim Gravieren und erst recht beim Schneiden entstehen ordentlich Rauch, Gerüche und feine Rückstände. Den A1C einfach auf den Basteltisch zu stellen und loszulegen, ist daher keine besonders gute Idee. Schon ein kleines Stück Leder kann beim Gravieren ziemlich penetrant riechen. Wer den Laser in Innenräumen betreibt, sollte deshalb von Anfang an eine Abluftmöglichkeit einplanen. In der Praxis bedeutet das meist: Schlauch dran und raus aus dem Fenster. Alternativ bietet Creality einen zusätzlichen Luftreiniger an.Der Autofokus erleichtert den EinstiegEine der praktischsten Funktionen ist der Autofokus. Das Werkstück wird in den A1C gelegt und der Laserkopf darüber positioniert. Anschließend fährt der Kopf nach unten, bis ein kleiner mechanischer Fühler die Oberfläche berührt. Damit kennt das Gerät den richtigen Abstand und stellt die Arbeitshöhe automatisch ein. Gleichzeitig nimmt die integrierte Kamera ein Bild des Arbeitsbereichs auf, auf dem sich später Schriftzüge, Muster oder Logos platzieren lassen.Der Laserkopf lässt sich für den Autofokus direkt über dem Werkstück positionieren.Im Test funktionierte das angenehm unkompliziert und nimmt gerade Einsteigern einen typischen Fehlerpunkt ab. Ganz ohne Mitdenken geht es allerdings nicht. Hat ein Werkstück einen erhöhten Rand oder sitzt tiefer in einer Halterung, kann der Fühler auf dem falschen Punkt aufsetzen oder die eigentliche Oberfläche nicht erreichen. Vor dem Autofokus lohnt deshalb ein kurzer Blick darauf, ob der Messpunkt frei zugänglich ist.Ein mechanischer Fühler ermittelt automatisch den richtigen Abstand zum Werkstück.Der A1C ist zudem modular aufgebaut und nicht auf einen Lasertyp festgelegt. Neben unserem 10-Watt-Diodenlaser bietet Creality ein schwächeres 5-Watt-Modul sowie einen 1,2-Watt-Infrarotlaser an. Letzterer erweitert die Möglichkeiten um beschichtete Metalle, anodisiertes Aluminium und ausgewählte Kunststoffe. Die Laserköpfe lassen sich bei Bedarf austauschen. Creality spricht so von insgesamt mehr als 300 unterstützten Materialien, wobei die Zahl eher als Orientierung taugt: Beschichtungen, Farben und Materialmischungen können sich in der Praxis sehr unterschiedlich verhalten.Falcon Design Space hält den Einstieg einfachDie Einrichtung von Falcon Design Space ist schnell erledigt. Für die erste Verbindung wird der A1C per USB-C mit dem Mac verbunden und bekommt darüber die Zugangsdaten für das heimische WLAN. Anschließend klinkt sich der Laser selbstständig ins Netzwerk ein und lässt sich fortan drahtlos aus der Software ansprechen. Das USB-Kabel kann danach wieder in der Schublade verschwinden.Die Mac-App Falcon Design Space bringt für zahlreiche Werkstoffe bereits Werte für Leistung, Geschwindigkeit und Anzahl der Durchgänge mit. Für den Einstieg ist das praktisch: Material auswählen und erst einmal mit den vorgeschlagenen Einstellungen loslegen. Als endgültige Vorgabe sollte man die Werte aber nicht verstehen. Holz ist nicht gleich Holz und auch Beschichtungen unterscheiden sich.Falcon Design Space zeigt das Werkstück per Kamera direkt in der Arbeitsfläche an.Wer häufiger mit einem Material arbeitet, kommt deshalb um ein paar Versuche kaum herum. Die App bringt dafür eine eigene Testfunktion mit, die verschiedene Leistungsstufen und Geschwindigkeiten auf einem kleinen Raster ausprobiert. So sieht man schnell, welche Kombination auf dem jeweiligen Werkstück am besten funktioniert.Sehr praktisch ist dabei die integrierte Kamera. Nach der Kalibrierung fotografiert sie den Arbeitsbereich und zeigt das eingelegte Werkstück direkt in Falcon Design Space an. Schriftzüge, Logos und andere Motive lassen sich anschließend auf diesem Bild platzieren. Gerade bei Untersetzern, kleinen Schildern oder bereits zugeschnittenen Teilen ist das angenehmer, als Position und Abstände von Hand auszumessen.Der 10-Watt-Diodenlaser eignet sich besonders gut für Gravuren auf Holz.Ganz blind sollte man sich auf die Vorschau trotzdem nicht verlassen. Vor dem Start lässt sich die geplante Fläche noch einmal abfahren und kontrollieren. Für typische Hobbyprojekte ist die Kamerapositionierung aber genau genug.Überhaupt hält Falcon Design Space die ersten Schritte angenehm übersichtlich: Material auswählen, fokussieren, Motiv platzieren und starten. An einigen Stellen merkt man der Software allerdings an, dass noch Luft nach oben ist. Bei uns wollte sie gelegentlich nicht auf Anhieb starten, die geschätzten Bearbeitungszeiten lagen teilweise deutlich daneben und auch die Kamerakalibrierung könnte besser erklären, was gerade zu tun ist. Das Grundprinzip funktioniert, die Software fühlt sich aber noch nicht ganz so ausgereift an wie die Hardware.Holz liegt dem A1C besonders gutAm meisten Spaß hatten wir mit dem A1C bislang bei Holz. Gravuren auf Sperrholz sind sauber und kontrastreich, auch Leder und Papier lassen sich gut bearbeiten. Bei sehr leichten Materialien sollte man allerdings für etwas Halt sorgen. Schon der Luftstrom im Gerät kann dünnes Papier oder Fotomaterial verschieben.Materialprofile liefern passende Startwerte für Leistung und Geschwindigkeit.Mit dem 10-Watt-Laser lässt sich Holz auch schneiden. Zwei bis drei Millimeter starke Werkstücke sind für kleinere Projekte durchaus realistisch, wobei Holzart, Material und verwendete Klebstoffe einen Unterschied machen. Mit zunehmender Dicke steigen Bearbeitungszeit und Verkohlung.Der A1C eignet sich damit eher für kleine Ausschnitte, Schilder, Dekorationen und einzelne Bauteile als für ausgedehnte Schneidarbeiten. Dazu passt die Arbeitsfläche von 150 × 150 Millimetern. Für Untersetzer, Anhänger und kleine Bastelprojekte reicht das gut, eine Werkstatt für größere Holzplatten ersetzt der A1C nicht.Vielseitigkeit ist das eigentliche KaufargumentDie unverbindliche Preisempfehlung des Creality Falcon A1C liegt bei 429 Euro, das Modell mit 5-Watt-Laser gibt es bereits für 319 Euro. Dafür bekommt man einen geschlossenen Desktoplaser mit Autofokus, Kamera und wechselbarem Lasermodul. Optional gibt es unter anderem eine Rotationsvorrichtung, einen Luftreiniger und zusätzliche Halterungen.Creality Falcon A1C: Die wichtigsten Features im ÜberblickUns gefällt der A1C vor allem deshalb, weil man mit ihm sehr unterschiedliche Projekte ausprobieren kann, ohne sich gleich mehrere spezialisierte Geräte hinstellen zu müssen. Holz gravieren und schneiden, Leder bearbeiten und mit dem passenden Modul auch Metallgegenstände personalisieren: Für kleine Einzelstücke deckt der A1C erstaunlich viel ab. Wer dagegen große Werkstücke bearbeiten, Serien produzieren oder hauptsächlich Metall gravieren möchte, stößt bei Arbeitsfläche und Geschwindigkeit schnell an seine Grenzen. function open_amazon(link) { if (navigator.userAgent.indexOf("Firefox") != -1) { window.open(link, '_blank'); } else { var tag = document.createElement('a'); tag.setAttribute('href', link); tag.innerHTML = "amzn"; tag.click(); } } Produkthinweis Creality Falcon A1C 5W Geschlossen Lasergravierer, Klasse 1, KI, Autofokus 319,00 EUR function open_amazon(link) { if (navigator.userAgent.indexOf("Firefox") != -1) { window.open(link, '_blank'); } else { var tag = document.createElement('a'); tag.setAttribute('href', link); tag.innerHTML = "amzn"; tag.click(); } } Produkthinweis Creality Falcon A1C 10W Laser Graviermaschine mit HD-Kamera 429,00 EUR Beispiel-Durchlauf: Vom Design bis zum Werkstück★ ifun.de bei Google bevorzugen ★Der Beitrag Creality Falcon A1C ausprobiert: Vielseitiger Desktop-Laser wurde zuerst auf ifun.de veröffentlicht.