Madrid: Großdemo gegen Migrationspolitik der Regierung

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26.09.2026 15.02Online seit heute, 15.02 UhrIn der spanischen Hauptstadt Madrid haben heute Tausende Menschen gegen die Reaktion der Regierung auf die massenhafte Ankunft von Migranten und Migrantinnen in der Exklave Ceuta protestiert.Die Demonstrierenden warfen der Regierung vor, die Grenzen nicht zu schützen, und forderten unter anderem eine Neuwahl im November und einen Prozess gegen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez wegen „Hochverrats“.Die Protestkundgebung organisiert hatte die rechtsgerichtete Organisation Sociedad Civil Espanola. Unterstützt wurde sie unter anderem von der konservativen Volkspartei PP und der rechtspopulistischen Partei Vox. Während die Zentralregierung von 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sprach, gaben die Organisatoren ihre Zahl mit 180.000 an.„Die Mehrheit der Spanier fordert jetzt Wahlen“, sagte PP-Sprecher Miguel Tellado am Rande der Kundgebung. Die nächste reguläre Parlamentswahl ist für August 2027 vorgesehen.Ende Juli waren mehr als 70.000 Menschen aus Marokko zu Fuß oder schwimmend nach Ceuta gelangt. Die meisten kehrten kurz darauf zurück oder wurden zurückgebracht. Tausende Menschen halten sich aber weiterhin in der nur 18 Quadratkilometer großen Exklave in Nordafrika auf. Immer wieder kommt es zu Protesten von Bewohnerinnen und Bewohnern.Der Zeitung „El Pais“ zufolge will die Regierung nächste Woche ein Dekret verabschieden, das die Abschiebung der Flüchtlinge nach Marokko erleichtern soll.