23.09.2026 17.41Online seit heute, 17.41 UhrDer Handelsobmann der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), Rainer Trefelik, kann sich österreichweit eine Sonntagsöffnung bis zu zehnmal im Jahr „vorstellen“. Zuletzt hatte der SCS- und Donau-Zentrum-Betreiber Unibail-Rodamco-Westfield jährlich sechs bis zehn Öffnungstage am Sonntag gefordert.Die Händler wünschen sich einen Umsatzschub für die Branche und verweisen auf flexiblere Sonntagsöffnungszeiten in manchen EU-Ländern. Seit 2015 sind hierzulande die Einzelhandelsverkaufsflächen um 3,5 Prozent zurückgegangen.Das geht aus einer aktuellen Analyse des Handelsberaters Standort + Markt im Auftrag der WKO-Bundessparte Handel hervor. „Die Daten zeigen keinen Absturz des stationären Handels, aber einen tiefgreifenden Umbau“, sagte die Gesellschafterin von Standort + Markt, Brigitte Moser, heute bei der gemeinsamen Studienpräsentation mit der Wirtschaftskammer.Der Handel verschwinde nicht aus Städten und Regionen, doch er konzentriere sich „stärker auf gute Standorte“ und passe „seine Flächen und Konzepte an veränderte Konsumgewohnheiten an“, so die Handelsexpertin.Geöffnete Geschäfte am Sonntag würden laut Handelsvertretern auch die Stadt- und Gemeindezentren beleben. WKO-Vertreter Trefelik will „keine Radikallösung“ bei der „hochemotionalen Debatte“ über die Sonntagsöffnung. „Wir werden über die Regulatorik nachdenken müssen.“In allen Bundesländern außer Wien ist für Händler derzeit eine Sonntagsöffnung in Tourismuszonen erlaubt. Außerdem wünscht sich der Handelsobmann eine Diskussion, ob Geschäfte am Samstag anstatt bisher bis 18.00 Uhr auch bis 21.00 Uhr offenhalten dürfen.Der Handelsverband verwies in einer Reaktion auf den WKO-Vorschlag darauf, dass es vom jeweiligen Betrieb und vom Standort abhänge, ob eine Sonntagsöffnung wirtschaftlich sinnvoll sei.Die Gewerkschaft GPA ist generell gegen eine Liberalisierung der Öffnungszeiten im Handel und kritisiert die erneute Forderung nach einer Sonntagsöffnung. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.