Burnham stellt Alkoholverbot in Stadien infrage

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24.09.2026 12.04Online seit heute, 12.04 UhrDer britische Premierminister Andy Burnham stellt laut einem Agenturbericht das Alkoholverbot auf den Tribünen englischer Fußballstadien infrage.Das Verbot nur für Fußballfans sei diskriminierend und unfair, sagte Burnham nach Angaben der Nachrichtenagentur PA über das 1985 in den höchsten fünf Ligen des englischen Männerfußballs eingeführte Alkoholverbot.Umgesetzt wurde dieses, als die Sorge vor Eskalationen durch gewalttätige Hooligans zu dieser Zeit ihren Höhepunkt erreichte. Die Gesetzgebung stamme aus einer Zeit, in der Fußball anders gewesen sei, so der Labour-Politiker, der selbst bekennender Fußballfan und Anhänger des Vereins FC Everton ist. Die Aufhebung des Verbots könne etwa auch versuchsweise umgesetzt werden, schlug er vor.Die Interessenvertretung Football Supporters’ Association (FSA) begrüßte den Vorstoß des Premiers. „Die FSA hat immer argumentiert, dass es unfair ist, Fußballfans zu kriminalisieren, weil sie während des Spiels ein Bier trinken“, sagte der FSA-Vorsitzende Tom Greatrex laut Aussendung. Auf genau denselben Sitzplätzen und Tribünen dürfe man Alkohol trinken, „wenn man sich ein Oasis-Konzert oder ein Rugby-League-Spiel ansieht“.Die für Fußball zuständige britische Polizeieinheit UK Football Policing Unit (UKFPU) sieht die Aufhebung des Verbots hingegen kritisch und warnte vor einer voreiligen Entscheidung. In anderen Sportarten gebe es „nicht das Ausmaß an Gewalt und kriminellem Verhalten, das wir im Fußball erleben“, teilte die UKFPU mit.