Mit iPhone Handoff verspricht Apple, den Wechsel zwischen zwei iPhones praktisch unsichtbar zu machen. Beim Umstieg auf das neue iPhone 18 Pro haben wir die Funktion selbst ausprobiert. Und tatsächlich: Technisch funktioniert das Ganze erstaunlich gut. Ob man dafür allerdings jeden Monat zusätzlich bezahlen möchte, ist eine andere Frage.Nach der Einrichtung teilen sich beide iPhones dieselbe Mobilfunknummer. Anders als bei einer klassischen MultiSIM ist jedoch immer nur eines der Geräte aktiv. Möchte man wechseln, genügt es im Alltag praktisch, das andere iPhone zu entsperren. Wenige Augenblicke später übernimmt dieses Mobilfunk, Telefonie und Nachrichten. Sichtbar wird der Vorgang bei uns lediglich durch einen kurzen Hinweis in der Dynamic Island.Der Wechsel fällt kaum aufGenau darin liegt die eigentliche Stärke. Wer etwa ein großes iPhone im Alltag nutzt und für Sport, Garten, Strand oder Reisen lieber ein kleineres oder älteres Modell einsteckt, muss weder eine eSIM übertragen noch in einer Anbieter-App umständlich das aktive Gerät ändern. Apple beschreibt den Wechsel ebenfalls schlicht so: Das gewünschte iPhone entsperren und die Rufnummer wandert automatisch mit.iCloud-Daten, Apps und iMessages sind ohnehin auf beiden Geräten vorhanden. Dadurch wirkt der Wechsel im Alltag nahezu nahtlos. Auch der über „Wo ist?“ geteilte Standort folgt dem jeweils aktiven iPhone.SMS sind nicht ganz so elegantGanz ohne Einschränkungen funktioniert das Konzept allerdings nicht. Klassische SMS beziehungsweise MMS sind anders als iMessages an das jeweils aktive Mobilfunkgerät gebunden. In unserem Test kamen diese entsprechend nicht parallel auf beiden iPhones an. iMessages synchronisierten sich dagegen wie gewohnt über iCloud.Auch die Apple Watch wechselt nicht automatisch zwischen den Geräten. Sie bleibt mit ihrem bisherigen iPhone gekoppelt. Einzelne Wallet-Inhalte können ebenfalls nur auf einem Gerät aktiv sein.Etwas umständlich wird es zudem, wenn Handoff wieder abgeschaltet oder eines der Geräte ersetzt werden soll. Zum vollständigen Deaktivieren verweist Apple ausdrücklich an den Mobilfunkanbieter. Das Löschen der eSIM reicht nicht zwangsläufig aus und kann sogar dazu führen, dass die Option weiterhin berechnet wird.6,95 Euro nehmen den ReizUnd damit sind wir beim größten Kritikpunkt. In Deutschland unterstützt bislang nur die Telekom iPhone Handoff. Technisch läuft die Funktion dort über das bestehende MultiSIM-Angebot. Eine zusätzliche MultiSIM kostet regulär 6,95 Euro im Monat. Im aktuellen MagentaMobil L ist eine enthalten, im XL sind es zwei.Wer ohnehin eine MultiSIM bezahlt oder sie im Tarif inklusive hat, kann Handoff einfach als komfortablere Umschaltung betrachten. Extra buchen würden wir die Option dafür aktuell eher nicht. Eine klassische MultiSIM erlaubt schließlich sogar den parallelen Betrieb mehrerer Geräte.Ohne zusätzliche monatliche Kosten sähe unser Fazit anders aus. Dann wäre iPhone Handoff eine jener Apple-Funktionen, die einfach im Hintergrund arbeitet und den Alltag erleichtert, ohne dass man überhaupt darüber nachdenken muss. Die Umsetzung ist gelungen – die Tarifpolitik macht sie hierzulande bislang nur unnötig schwer schmackhaft. function open_amazon(link) { if (navigator.userAgent.indexOf("Firefox") != -1) { window.open(link, '_blank'); } else { var tag = document.createElement('a'); tag.setAttribute('href', link); tag.innerHTML = "amzn"; tag.click(); } } Produkthinweis Apple iPhone 18 Pro 256 GB - Burgunder 1.449,00 EUR ★ iPhone-Ticker bei Google bevorzugen ★Der Beitrag iPhone Handoff ausprobiert: Genial einfach, aber warum kostet das extra? Wurde zuerst auf iphone-ticker.de veröffentlicht.