Umjubelte Wien-Premiere für „Die Schöne und das Biest“

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26.09.2026 10.29Online seit heute, 10.29 UhrNach drei Jahrzehnten ist gestern im Raimund Theater mit großem Jubel und Standing Ovations die Rückkehr des Disney-Musicals „Die Schöne und das Biest“ nach Wien gefeiert worden.Die Liebes- und Läuterungsgeschichte zwischen der schönen Außenseiterin Belle und dem wegen seiner Hartherzigkeit zum Biest verzauberten Prinzen ist in der Inszenierung von Matt West zu einem optisch oppulenten Spektakel geworden.APA/Tobias SteinmaurerVon Pomp und PomponsAlles, was der Musical-Baukasten hergibt, darf dabei herhalten: von Stepptanz, minutiös getimeten Großchoreografien, Luftschlangenregen, Glitzerprojektionen bis zu Trickverwandlungen und aufwendigen Kostümen im klassischen Disney-Stil. Das gesamte Ensemble ist hochkarätig und kommt in langen Tanznummern ordentlich zum Einsatz.Reichlich komödiantischen Spaß liefern der verzauberte Hofstaat des Prinzen – darunter der Armleuchter (Simon Stockinger), die Teekanne (Wietske von Tongeren) und die Standuhr (Mathias Schlung).APA/Tobias SteinmaurerDie inneren WerteDie pompöse Inszenierung und Ausstattung übertünchen dabei allerdings die Handlung. Der offenkundige Versuch, die Rollen von Belle (Marlene Jubelius) und Biest (Dominik Hees) zu entstauben und mit neuer Tiefe auszustatten, ist eher zum Eigentor geworden.Belle, gerne als Stockholmsyndrom-Opfer toxischer Männlichkeit identifiziert und interpretiert, tritt hier mit mehr Selbstbewusstsein auf und soll betont unabhängig sein. Dass sie sich also nicht für Ungustl und Dorfschönling Gaston (Roy Goldman) interessiert, bleibt nachvollziehbar.Weil das Biest aber gleichzeitig weniger dramatisch-innere Zerissenheit als pointenlastig-dämliche Werbeversuche zeigt, geht der wichtigste Faden im Plot verloren: Warum sich das so unterschiedliche Paar letztlich wahrhaftig verliebt und damit den Bann bricht, erzählt sich kaum. Auf die inneren Werte kommt es an, so die altbekannte Moral des Disney-Klassikers: Im Raimund Theater gewinnt darüber allerdings die große Show. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.