26.09.2026 08.21Online seit heute, 8.21 UhrDie schwache Konjunktur, hohe Dieselpreise, Personalmangel und Fahrbeschränkungen setzen den heimischen Transporteuren zu. Alleine der „Kostentreiber Staat“ habe zu Kostenerhöhungen in den vergangenen fünf Jahren von 35 Prozent geführt, sagte Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), in einem heute veröffentlichten APA-Bericht.Knapp 85.000 Euro müssten alleine heuer für einen 40-Tonnen-Sattelzug bezahlt werden (Mineralölsteuer, CO2-Bepreisung, Maut und Kfz-Steuer), rechnete Klacska vor.Der Staat habe in den vergangenen 14 Jahren fast sechs Mrd. Euro an Ertragssteuern und Dividenden aus Autobahnen und Schnellstraßen eingenommen, allein heuer rund 500 Mio. Euro. Das Geld hätte die Transportwirtschaft gerne für die Verkehrsinfrastruktur zweckgebunden.Die Frächter fordern einen „Gewerbediesel“, insbesondere durch eine befristete Aussetzung des CO2-Preises auf Diesel sowie eine Reduktion der Mineralölsteuer auf EU-Mindestniveau.Als Maßnahme gegen den Personalmangel nannte Klacska eine frühere Einstiegsmöglichkeit in den Fahrerberuf, vergleichbar mit dem L17-Führerschein bei Pkws. Die Branche versucht, verstärkt Fahrerinnen anzuwerben, bisher mit wenig Erfolg. Besser sieht es bei den Lehrlingen in der gesamten Verkehrsbranche aus, zu Jahresbeginn 2026 waren 27 Prozent von ihnen weiblich.