Verlegerin Kunstmann gestorben

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21.09.2026 17.15Online seit heute, 17.15 UhrDie deutsche Verlegerin Antje Kunstmann ist tot. Sie sei bereits am 16. September in München verstorben, teilte der von ihr gegründete Verlag Antje Kunstmann heute mit.Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) würdigte die 77-Jährige als prägende Persönlichkeit der deutschen Verlags- und Kulturlandschaft: „Ihr Wirken stand für die Überzeugung, dass Verlegen mehr ist als ein Geschäft: Es ist ein Beitrag zur Freiheit des Denkens und zur kulturellen Vielfalt unserer Gesellschaft.“APA-Images/Sz-Photo/Catherina HessZu den Autoren und Autorinnen ihres Verlages in München gehören unter anderen Axel Hacke, Tim Parks und der Comickünstler Manfred Deix. Auch „Der NSU-Prozess. Das Protokoll“ mit Mitschriften aus dem aufsehenerregenden Strafverfahren gegen Beate Zschäpe erschien dort. Die Palette reicht von Romanen über Gedichte und Essays bis hin zu Sach- und Kochbüchern und Werken für Kinder.Für ihr Wirken erhielt sie unter anderem das Bundesverdienstkreuz am Bande im Jahr 2022 und zwei Jahre später den Deutschen Verlagspreis. „Ihr Engagement für Literatur, gesellschaftlichen Diskurs und die Unabhängigkeit des Verlagswesens wird in Erinnerung bleiben“, so Weimer.Kunstmann wurde 1949 im unterfränkischen Bad Kissingen geboren. Nach der Matura 1968 studierte sie Erziehungswissenschaften und wurde dort auch von der 68er-Bewegung beeinflusst. 1976 gründete sie laut Mitteilung den Weisman Verlag/Frauenbuchverlag, aus dem 1990 der Verlag Antje Kunstmann hervorging.