Gesundheitsreform: Sozialpartner für Länderentmachtung

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27.06.2026 11.53Online seit heute, 11.53 UhrIn der Debatte zur Gesundheitsreform gibt es einen neuen Vorschlag. Wie das Magazin „profil“ berichtete, schlugen der Gewerkschaftsbund (ÖGB) und die Wirtschaftskammer (WKO) in einem Papier im Mai vor, die Sozialversicherung zum zentralen Player im Gesundheitswesen zu machen und damit den Einfluss der Länder zu begrenzen.Neben den niedergelassenen Fachärzten soll die Sozialversicherung auch jene in den Spitalsambulanzen finanziell übernehmen.Bis 2028 soll die Sozialversicherung die Spitalsambulanzen, bis 2039 auch den stationären Bereich der Spitäler von den Ländern übernehmen, heißt es laut „profil“ in dem Papier der Sozialpartner.Den Spitälern vorgelagerte Erstversorgungsambulanzen sollen Patientinnen und Patienten abfangen, sie entweder gleich akut versorgen oder zu niedergelassenen Fachärzten weiterlotsen – und nur wenn nötig ins Spital einweisen, um die Krankenhäuser zu entlasten.Weiters soll es neue Facharztzentren geben, die mit den Spitalsambulanzen zusammenwachsen, womit die ambulante Versorgung attraktiver werden soll.Der Bund soll zudem durch eine Verfassungsänderung Durchgriff auf die Krankenhäuser erhalten. Damit sollen die Bundesländer die Schließung einzelner Standorte nicht mehr blockieren können. Weiters werden vier Gesundheitsregionen vorgeschlagen, womit man die aktuelle Gastpatientendebatte überwinden will.