24.06.2026 10.39Online seit heute, 10.39 UhrDer deutsch-französische Panzerproduzent KNDS hat den Startschuss für seinen milliardenschweren Börsengang gegeben, der noch vor der Sommerpause erfolgen soll.Wie erwartet wollen der französische Staat und die in der Wegmann-Holding vereinten deutschen Eigentümerfamilien jeweils zehn Prozent an KNDS an die Börsen in Frankfurt und Paris bringen, teilten die Firmen heute mit.Der deutsche Staat will noch vor dem Börsengang die restlichen 40 Prozent der Wegmann-Holding übernehmen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages soll darüber am Freitag entscheiden.Sonderrechte für Deutschland und FrankreichDeutschland und Frankreich haben sich wegen der strategischen Bedeutung des Herstellers von Leopard-2-, Boxer- und Leclerc-Panzern weitgehende Sonderrechte gesichert.Neue Aktien gibt KNDS bei der Emission nicht aus, der Erlös fließt vollständig an die bisherigen Eigentümer. Organisiert wird der Börsengang von den Investmentbanken Bank of America (BofA Securities), Deutsche Bank, Goldman Sachs und Societe Generale. Die Bewertungen für Rüstungsunternehmen waren zuletzt unter Druck geraten.Bewertung niedriger als erwartetWar vor einigen Wochen noch von mehr als 20 Milliarden Euro die Rede, sagte eine mit den Plänen vertraute Person heute, eine Bewertung von 15 Milliarden Euro für KNDS sei „ein solides Ziel“.Rechnerisch wäre der Börsengang damit rund drei Milliarden Euro schwer. Als spätestmöglicher Termin für die Erstnotiz gilt der 13. Juli, der Tag vor dem französischen Nationalfeiertag, der dort die Sommerpause auf den Märkten einläutet.