22. Juni 2026Keir Starmer hat seinen Rückzug als britischer Premier und Labour-Chef angekündigt. Er wird im Amt des Premiers bleiben, bis seine Partei die Nachfolge entschieden hat. Starmer stand seit Monaten unter Druck, verstärkt noch seit sein parteiinterner Rivale Andy Burnham bei einer Nachwahl ins Unterhaus gewählt wurde – Voraussetzung für die Übernahme von Regierungsämtern. Doch könnte Burnham Partei und Land Stabilität bringen?Alle Zitate öffnen/schließen Info.cz (CZ) / 22. Juni 2026Info.czLand des MediumsTschechienSprache des MediumsTschechischArt des MediumsOnlineportalBeliebtheit keine ErfolgsgarantieInfo.cz schaut voraus:„Viele Prognosen deuten darauf hin, dass Burnham zwar derzeit beliebter ist als Starmer. Die Situation könnte sich aber nach seinem Amtsantritt schnell ändern. ... Burnham, der innerhalb der Partei weiter links als Starmer steht, könnte Labour nicht nur in eine andere Richtung lenken, sondern sich auch sehr schnell in einer ähnlich schwierigen, wenn nicht gar noch schwierigeren Lage wiederfinden als der amtierende Premier. Beliebt zu sein und eine Wahl in Greater Manchester zu gewinnen, ist etwas ganz anderes, als die Führung einer landesweit unbeliebten Partei zu übernehmen und die Verantwortung für die Regierung des Vereinigten Königreichs zu tragen.“Martin Kovár Zum Originalartikel De Volkskrant (NL) / 22. Juni 2026De VolkskrantLand des MediumsNiederlandeSprache des MediumsNiederländischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtunglinksliberalAuflage206.000 (2023)Visits500.000 – 1.000.000Herausgeber/VerlagDe Persgroep NederlandOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigAuch der Neue würde in Ungnade fallenDe Volkskrant bezweifelt, ob sich unter Burnham viel ändern würde:„Er ist charismatischer als Starmer und befürwortet einen starken Staat, der die Gesellschaft reguliert und soziale Gerechtigkeit fördert. Das ist lobenswert, doch bislang ist unklar, wie er seine guten Absichten in konkrete Maßnahmen umsetzen will. So droht ihm dasselbe Schicksal wie seinen Vorgängern, allen voran Keir Starmer: Politiker, die 'Veränderung' versprechen, aber innerhalb kürzester Zeit bei einer unzufriedenen Wählerschaft in Ungnade fallen.“Peter Giesen Zum Originalartikel The Guardian (GB) / 21. Juni 2026The GuardianLand des MediumsGroßbritannienSprache des MediumsEnglischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweiseMontag bis SamstagVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtunglinksliberalAuflage127.000 (2020)Visits> 200.000.000Herausgeber/VerlagGuardian Media GroupOnline-BezahlmodellAlle Inhalte kostenfreiFrischer Schwung für LabourSollte Burnham Premier werden, sollte er sich zügig daran machen, die Lebenshaltungskosten zu senken, rät The Guardian:„Dazu gehören die Deckelung der Busfahrpreise auf zwei Pfund, die Senkung der Energiekosten durch die Verlagerung der Umweltabgabe in den allgemeinen Steuerhaushalt sowie die Senkung der Gewerbesteuer für Kneipen und kleine Geschäfte. ... Die maroden Wasserversorgungsunternehmen sollten wieder in öffentliche Hand überführt werden, und er sollte seine langfristige Absicht bekunden, die Kontrolle über das nationale Stromnetz zurückzugewinnen. ... Niemand kann behaupten, er hätte keine konkreten politischen Konzepte. ... Und all das würde ein gutes Bild davon vermitteln, wofür die Labour-Partei steht, für wen sie da ist und was sie leisten kann.“Polly Toynbee Zum Originalartikel The Daily Telegraph (GB) / 21. Juni 2026The Daily TelegraphLand des MediumsGroßbritannienSprache des MediumsEnglischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweiseMontag bis SamstagVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungkonservativAuflage309.000 (2020)Visits50.000.000 – 100.000.000Herausgeber/VerlagTelegraph Media GroupOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigSelbstgerechtigkeit entlarvtLabour hat die Versprechen gebrochen, mit denen Starmer seinen Erdrutschsieg errang, so The Daily Telegraph:„'Wir werden anders sein', erklärte die Labour-Partei mit der ihr charakteristischen Selbstgerechtigkeit. 'Wir werden dem Chaos und der Dysfunktion ein Ende setzen und zu einer erwachsenen Regierungsführung zurückkehren.' Und doch stehen wir nun kurz vor dem sechsten Premierswechsel in nur zehn Jahren. Die Krisen der Tories ließen sich wenigstens auf große Ereignisse wie den Brexit und dessen Folgen sowie den Umgang mit der Covid-Pandemie zurückführen.“ Zum Originalartikel