WWF-Initiative gegen „Geisternetze“ im Mittelmeer

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22.06.2026 11.48Online seit heute, 11.48 UhrVerlorene und achtlos entsorgte Fischereiausrüstung im Meer ist ein größer werdendes Problem. Die Umweltschutzorganisation WWF weitet daher ihre Offensive gegen „Geisternetze“ im Mittelmeer aus.Bei der Initiative konnten bisher bereits vier Tonnen alte Fischereiausrüstung geborgen werden, wie die Organisation heute mitteilte. Gefordert wird nun eine Ausweitung von Meeresschutzgebieten.Das Mittelmeer ist stark von Verschmutzung durch Plastikmüll betroffen: Rund 500.000 Tonnen gelangen jährlich ins Meer, wie der WWF mitteilte. Besonders tückisch sind „Geisternetze“.Todesgefahr für Tiere„Sie treiben im Meer herum oder verhaken sich an Felsen und Riffen und fischen wahllos weiter. Schildkröten, Haie, Delfine und zahlreiche weitere Arten verenden darin qualvoll, daher ist es dringend nötig, sie restlos aus dem Meer zu bergen“, sagte WWF-Meeresexperte Axel Hein.Diese Netze sind jedoch nicht nur für die Tierwelt ein Problem, sie können auch für die Menschen unangenehme Folgen haben. Mit der Zeit lösen sie sich auf und zersetzen sich zu Mikroplastik, das über die Nahrungskette wieder aufgenommen werden kann.Forderung nach Ausweitung von SchutzgebietenUm diese Art der Verschmutzung nicht entstehen zu lassen und den Druck durch die intensive Fischerei auf die Meeresökosysteme zu verringern, fordert der WWF die Verdreifachung von Schutzgebieten im Mittelmeer.Derzeit stehen nur etwa zehn Prozent unter Schutz. Besonders die obere Adria solle als „Hotspot der Artenvielfalt“ dringend besser geschützt werden. Die Region leidet zudem stark unter dem Tourismus und der Überfischung.