Übernahmestreit: Commerzbank kontert UniCredit

Wait 5 sec.

25.06.2026 09.33Online seit heute, 9.33 UhrGroßinvestoren haben der Commerzbank nach deren Angaben im Übernahmeringen mit der UniCredit die Treue gehalten: Die Frankfurter Bank betonte heute, ihre Aktionärsstruktur sei trotz des laufenden Übernahmeofferts „weitgehend unverändert“.Bisher hätten Großinvestoren wie Fonds nur etwas mehr als ein Prozent der Commerzbank-Aktien der italienischen Großbank angedient; rund 0,05 Prozent der angedienten Aktien entfielen auf Privatanleger, der Rest stamme von Banken.„Der verbleibende Streubesitz verteilt sich auf mehrere hundert institutionelle Investoren sowie mehr als 500.000 Privatanleger“, hieß es in einer Mitteilung der Commerzbank, die damit „widersprüchlichen Aussagen“ der UniCredit entgegentreten wolle. Deren Chef Andrea Orcel hatte zuletzt gesagt, dass fast alle aktiven Großinvestoren ihre Commerzbank-Aktien verkauft oder angedient hätten.Insgesamt war das Tauschangebot der UniCredit für die Commerzbank innerhalb der regulären Übernahmefrist für 12,51 Prozent der Commerzbank-Aktien angenommen worden, zuletzt wurde die Frist bis 3. Juli verlängert.Die Commerzbank verdächtigt die UniCredit, ihre Aktienposition künstlich aufzublähen, um den Eindruck zu erwecken, die Übernahme schreite schnell voran. Nach Einschätzung der Frankfurter stammen die angedienten Aktien überwiegend von Banken, mit denen die UniCredit über Finanzinstrumente Geschäfte macht, und nicht von unabhängigen Aktionären. Die UniCredit wies die Vorwürfe wiederholt zurück.