26.06.2026 10.07Online seit heute, 10.07 UhrDie NGOs Greenpeace und WWF haben heute angesichts der Hitzewelle Forderungen an Bund und Länder formuliert. Greenpeace forderte „von Bund und Ländern ein schnelles Hitze-Notfallpaket“ mit sechs Sofortmaßnahmen.Diese umfassen den Gratiszugang zu öffentlichen Bädern an Tagen mit 35 Grad oder mehr für alle sowie gekühlte Orte ohne Konsumzwang in Städten, die innerhalb von 15 Minuten erreichbar sind. Dafür müssten etwa „öffentliche Gebäude auch am Wochenende geöffnet werden“.Außerdem gefordert werden mehr mobile Brunnen im öffentlichen Raum, und „spätestens ab 35 Grad“ sollten Restaurants und Cafes „verpflichtet werden, kostenloses Trinkwasser zur Verfügung zu stellen“. Schulen sollen „an kühleren Orten unterrichten“ oder „hitzefrei“ geben können. Auch gefordert werden „Gratis-Öffis für alle“ bei extremer Hitze und Hitzeschutz in Mietwohnungen.Der Einbau von Außenjalousien dürfe nicht länger von Vermietern und anderen Hausparteien blockiert werden können. Die mietrechtlichen Hürden für den Einbau von Wärmepumpen mit aktiver Kühlung sollen gesenkt werden.Der WWF urgierte ein Sonderbudget von einer Milliarde Euro für Städte und Gemeinden, um stark versiegelte Orte beim Umbau zu unterstützen. Mittelfristig müsse insbesondere der ausständige nationale Renaturierungsplan finanziert werden, hieß es vom WWF.Die Caritas weitete indes ihr Hitzepaket aus. Caritas-Direktor Klaus Schwertner betonte die bereits jetzt große Nachfrage: „Beim Louisebus, unserer mobilen Arztpraxis, müssen unsere Ärztinnen und Ärzte aktuell mehr Menschen mit Kreislaufproblemen und niedrigem Blutdruck behandeln. Unsere Streetworkteams verteilen Wasser, Kopfbedeckungen und Sonnencreme – so viel wie selten zuvor.“ Bei der Unterbringung in Notquartieren stießen die Teams zunehmend an Grenzen.