26.06.2026 11.18Online seit heute, 11.18 UhrDie globalen Drogenmärkte befinden sich in rasantem Wandel. Technologie, neue Drogenarten und Instabilität eröffnen Drogenhändlern neue Möglichkeiten, schreibt das UNO-Drogenbüro (UNODC) mit Sitz in Wien in seinem heute veröffentlichten Jahresbericht.„Wir haben einen beispiellosen Anstieg neuer Drogenarten auf dem Markt beobachtet, und besorgniserregenderweise sind einige davon wirksamer oder gefährlicher als zuvor“, betonte UNODC-Exekutivdirektorin Monica Juma.492.000 Drogentote weltweitLaut dem Bericht gab es 2024 geschätzt rund 492.000 Drogentote weltweit. Darunter starb der Großteil durch indirekte Folgen wie Gewalt, Unfälle und Krankheit sowie rund 172.500 durch direkte Folgen wie eine Überdosis.Schätzungsweise 331 Millionen Menschen weltweit haben im Jahr 2024 Drogen konsumiert, das entspricht 6,2 Prozent der Weltbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren. 2014 waren es noch 5,2 Prozent.Cannabis am weitesten verbreitetCannabis ist mit 256 Millionen Konsumenten im Jahr 2024 mit Abstand die am weitesten verbreitete Droge, gefolgt von Opioiden (63 Millionen), Amphetaminen (32 Millionen), Kokain (25 Millionen) und Ecstasy (21 Millionen).Drogenhersteller entwickeln ständig neue synthetische Drogen, um Vorschriften zu umgehen und nicht entdeckt zu werden, so das UNDOC. Bei Beschlagnahmungen im Jahr 2024 wurden fünfmal so viele Drogenarten gefunden wie vor dem Jahr 2000.