Abschiebungen: Brunner verteidigt Gespräche mit Taliban

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24.06.2026 06.32Online seit heute, 6.32 UhrEU-Innenkommissar Magnus Brunner (ÖVP) hat die gestern mit Vertretern der radikalislamischen Taliban in Brüssel geführten Gespräche verteidigt. Es seien technische Gespräche auf Beamtenebene gewesen, an denen 15 EU-Länder teilgenommen hätten, aber keine politischen Vertreterinnen und Vertreter, so Brunner bei einem Pressegespräch. Er sehe das nicht als de facto Anerkennung der afghanischen Machthaber. Man würde den Taliban „nichts geben“.Ursprung der Gespräche sei ein Brief von 20 EU-Mitgliedsstaaten, die die EU-Kommission darin gebeten haben, Gespräche auf technischer Ebene mit den Taliban in die Wege zu leiten. Es gehe nicht um ein Abkommen. Man habe die Taliban lediglich an ihre Verpflichtung erinnert, Straftäter zurückzunehmen, sagte der frühere österreichische ÖVP-Finanzminister.Im vergangenen Oktober hatten 20 europäische Staaten von der EU-Kommission mehr Möglichkeiten gefordert, um Afghaninnen und Afghanen ohne Aufenthaltsrecht in ihre Heimat zurückzubringen. Auch Österreich zählte zu den Unterzeichnern des Briefes. Die Priorität sollte dabei bei Personen liegen, „die eine Gefahr für die öffentliche Ordnung oder die nationale Sicherheit darstellen“.Die Gespräche sowie die Vergabe von belgischen Visa an fünf Taliban-Vertreter hatte bereits für deutliche Kritik gesorgt, auch aus Österreich.Lesen Sie mehr …