Pröll schlägt vor: Anthropic nach Europa bringen

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28.06.2026 16.11Online seit heute, 16.11 UhrDer internationale Wettkampf um die Führerschaft bei künstlicher Intelligenz (KI) wird rauer. Die US-Regierung schränkte zuletzt sowohl den ChatGPT-Entwickler OpenAI als auch Anthropic dabei ein, neueste KI-Modelle auch im Ausland zur Verfügung zu stellen.Österreichs Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) schrieb wegen dieser Thematik nun an die zuständige EU-Kommissarin Henna Virkkunen und schlug vor, Anthropic „strategisch“ in der EU anzusiedeln.Pröll ließ offen, wie das genau machbar sei und räumte Skepsis zur Machbarkeit ein. Vor dieser Realität rund um Verbote durch die US-Regierung dürfe man aber nicht die Augen verschließen, so Pröll. Wie sein Sprecher heute gegenüber der APA sagte, will Pröll damit den Standort stärken und digital souveräner werden.Pröll hält in seinem Brief fest: „Gerade Anthropic passt zu uns. Ein Unternehmen, das den ethischen Einsatz von KI nicht als Marketing begreift, sondern als Grundüberzeugung. Das Sicherheit über Geschwindigkeit stellt. Das ist eine zutiefst europäische Haltung. Dieses Unternehmen würde in Europa nicht eingeengt, es würde freigesetzt.“Wie sehr KI im Fokus steht, zeigte sich heute auch insofern, als weltweite Nachrichtenagenturen wie Bloomberg und später Reuters über das Ansinnen aus Österreich gegenüber der EU berichteten, Anthropic in die Union zu holen. Von der Firma selbst gab es vorerst keine Stellungnahme.