Qualcomm übernimmt das KI-Startup Modular und kauft sich damit vor allem eines ein: Software. Das klingt erst einmal nach einer Nachricht für Rechenzentren und Entwickler, könnte aber langfristig auch für ganz normale Geräte spannend werden. Qualcomm-Chips stecken schließlich nicht nur in Android-Smartphones, sondern auch in Windows-Notebooks, XR-Brillen, Autos, Routern und diversen anderen vernetzten Geräten.Auch im iPhone 17 Pro stecken Qualcomm-Chips.Modular entwickelt eine Plattform, mit der KI-Modelle einfacher auf unterschiedlicher Hardware laufen sollen. Statt jede Anwendung mühsam für einzelne Prozessoren, Grafikeinheiten oder KI-Beschleuniger anzupassen, soll Software möglichst flexibel auf verschiedenen Chip-Architekturen ausgeführt werden können. An dieser Stelle will Qualcomm ansetzen.Der Chiphersteller ist seit Jahren vor allem für Snapdragon-Prozessoren, die vornehmlich in Android-Geräten, aber auch in anderen Bereichen, wie etwa Fahrzeugen zum Einsatz kommen, bekannt. Inzwischen geht es aber längst nicht mehr nur um Smartphone-Leistung oder bessere Akkulaufzeit. Qualcomm will KI-Funktionen vom Gerät bis ins Rechenzentrum anbieten und dafür nicht nur schnelle Chips liefern, sondern auch die passende Software-Schicht.Software statt nur SiliziumKI wird nicht allein durch Rechenleistung besser. Entwickler müssen Modelle auch effizient auf die vorhandene Hardware bringen. Nvidia ist in diesem Bereich nicht zuletzt deshalb so stark, weil das Unternehmen mit CUDA seit Jahren ein eigenes Software-Ökosystem aufgebaut hat. Qualcomm versucht nun, diese Lücke mit Modular ein Stück zu schließen.iFixit zerlegt regelmäßig Apple-Produkte und gibt Einblick ins Innere.Für Nutzer bedeutet das nicht, dass morgen plötzlich neue Funktionen auf dem iPhone oder Mac auftauchen. Die Übernahme ist eher ein strategischer Baustein. Qualcomm will seine Chips für lokale KI, Edge-Geräte und Rechenzentren attraktiver machen. Dazu passen auch die jüngsten Ankündigungen rund um neue Dragonfly-Prozessoren und KI-Beschleuniger für Server.Auch Apple kennt Qualcomm gutApple-Nutzer kennen Qualcomm vor allem aus einem anderen Bereich: den Mobilfunkchips. Lange Zeit steckten Qualcomm-Modems in iPhones und iPads. Apple arbeitet zwar inzwischen an eigenen Lösungen und hat mit dem C1 im iPhone 16e den ersten selbst entwickelten Mobilfunkchip vorgestellt, die Umstellung läuft aber schrittweise. Über diesen Weg hatten wir bereits bei den neuen iPads mit Drittanbieter-Modems und Apples langfristigen 5G-Plänen für MacBooks berichtet.Auch bei XR-Hardware spielt Qualcomm eine wichtige Rolle. Erst kürzlich stellte das Unternehmen mit dem Snapdragon Reality Elite eine neue Plattform für leichtere KI-Brillen vor. Die Modular-Übernahme passt genau in dieses Bild: Qualcomm will nicht nur die Chips liefern, sondern auch dafür sorgen, dass KI darauf möglichst einfach und effizient läuft.The post Vom iPhone-Modem bis zur KI: Qualcomm übernimmt Modular first appeared on iphone-ticker.de.