29.06.2026 15.50Online seit heute, 15.50 UhrDer designierte ORF-Chef Clemens Pig stellt die Suche nach 13 ORF-Direktorinnen und -Direktoren auf neue Beine. „Meine oberste Aufgabe ist es, für ein EMFA- (Europäisches Medienfreiheitsgesetz, Anm.) und ORF-gesetzeskonformes Auswahlverfahren zu sorgen“, sagte er heute.Er zieht zwei externe Personalberater aus Deutschland und der Schweiz hinzu, um einen „maximal äquidistanten Blick auf die Bewerbungen zu erhalten“. Sein Team wird er erst Mitte August dem ORF-Stiftungsrat zur Bestellung vorschlagen.Ursprünglich war der 21. Juli für die Bestellung der vier ORF-Direktorinnen und -Direktoren und der neun ORF-Landesdirektorinnen und -direktoren vorgesehen. Um einen „professionellen Auswahlprozess entsprechend allen gesetzlichen Vorgaben, insbesondere dem Europäischen Medienfreiheitsgesetz sicherstellen zu können“, wurde der Termin verschoben, hieß es in einer Aussendung des ORF-Büros der Gremien.Denn die Bewerbungsfrist endet erst am 14. Juli um 24.00 Uhr. Damit wären nur wenige Tage zur Sichtung der eingegangenen Bewerbungen und der Auswahl geblieben. Bereits jetzt nehme er „eine große Anzahl an Interessenbekundungen“ wahr, so Pig. Er will für ein „objektives, transparentes und nicht diskriminierendes Verfahren“ sorgen.Laut Ausschreibung sucht Pig Direktoren für „Programm und Brands“, „Audience und Plattformen“, „Finanzen und Verwaltung“, „Technologie und Innovation“ und neun Landesdirektoren für die Jahre 2027 bis 2031. Er will auf ein strikt ausgewogenes Geschlechterverhältnis achten. Die Informationsagenden behält er bei sich.