Hitzewellen: WIFO-Experte über Auswirkungen auf Wirtschaft

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28.06.2026 07.50Online seit heute, 7.50 UhrWenn sich die Hitzephasen ausweiten und verstärken, bekommt das auch die Wirtschaft zu spüren. Geht es nach dem Volkswirt Marcus Scheiblecker vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), gebe es zwar Bereiche, die sich auf eine neue Lage wie mehr und längere Hitze einstellen könnten. Hier gebe es Umstellungskosten, danach sei eine Normalisierung realistisch.In anderen Sektoren wiederum brauche es eine permanente Änderung, das gelte etwa für den für Österreichs Volkswirtschaft besonders bedeutenden Tourismus. „Ein großes Problem“ würde sich etwa für die Landwirtschaft ergeben, geht man davon aus dass immer stärkere Hitzewellen von Juni bis September und nicht wie früher nur zur Sommermitte Ende Juli bis Anfang August auftreten, wie Scheiblecker im APA-Gespräch ausführt.Auch für den Bau entstehen neue „Hindernisse“, aber womöglich nicht nachhaltig. Andere Zeiten zum Bauen und auch mehr Hitzevorschriften könnten nötig werden, so der Fachmann. Eine Verlagerung in kühlere Zeiten sei wahrscheinlich, dadurch könnten die Kosten allerdings steigen. Und: „Es könnte im Sommer ein Bauloch entstehen wie bisher im Winter.“Insgesamt zeichne sich eine höhere Energienachfrage ab, so der WIFO-Ökonom. Das liegt an immer mehr installierten Klimaanlagen. Österreich müsste wohl mehr Strom importieren – oder könnte über Solar mehr produzieren. Bei der Windenergie hänge viel von den Investitionen ab, ob sie die Solarlücken füllen könnte.„Klimaanlagen werden zur Gänze importiert, da profitiert die heimische Wirtschaft höchstens beim Einbau. Andererseits können Bau-bzw. Wohnkosten dadurch steigen“, sagt Scheiblecker.