08.10.2026 03.49Online seit heute, 3.49 UhrViele Wildtierbestände der Erde nehmen einem WWF-Bericht zufolge weiterhin dramatisch ab. Von 1970 bis 2022 seien die darin erfassten Wirbeltierpopulationen im Durchschnitt um 73 Prozent geschrumpft. Die größten Rückgänge seien in Flüssen, Seen und anderen Süßwasserlebensräumen zu verzeichnen, hier gab es einen Rückgang von 85 Prozent. An Land gebe es einen Rückgang von 69 Prozent, in den Meeren von 59 Prozent, so der WWF.Der Grund sei menschengemacht. Die Lebensmittelproduktion, Energieversorgung und das Finanzsystem seien zu großen Teilen für den Verlust von Lebensraum und dessen Verschlechterung verantwortlich. Der anhaltende Verlust von Lebensräumen wie Wäldern ist einer der Motoren dieser Entwicklung, so der WWF. Schätzungsweise 420 Millionen Hektar Wald seien zwischen 1990 und 2020 vernichtet worden. Oft werde die Fläche für die Landwirtschaft umgewandelt.Wie jede andere Spezies ist auch der Mensch auf Biodiversität angewiesen. Sie versorge uns mit Nahrung, Wasser und sauberer Luft, schreibt der WWF in seinem Bericht. „Ohne die biologische Vielfalt auf diesem Planeten fehlen Lebensmittel, Medikamente, sauberes Wasser und sichere Orte zum Leben“, sagte Kathrin Samson, Vorständin Naturschutz beim WWF Deutschland. Sie sieht jedoch Grund zur Hoffnung: "Der Abwärtstrend lässt sich umkehren, wenn wir den Schutz der Natur verbindlich in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verankern.