Karner verteidigt Festnahme ukrainischer Journalisten

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12.10.2026 13.34Online seit heute, 13.34 UhrNach der vorübergehenden Festnahme zweier ukrainischer Journalisten in Wien gibt es weitere offene Fragen. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) verteidigte heute die Vorgangsweise der Behörden.Journalistenorganisationen und die ukrainische Botschaft fordern Aufklärung, wie es zur Festnahme des in der Ukraine bekannten Investigativjournalisten Mychajlo Tkatsch und seines Kameramanns Jaroslaw Bondarenko kommen konnte.Karner zweifelt nicht an Verhältnismäßigkeit„Festnahmen sind nie ein einfaches Szenario. Aber ich gehen davon aus und ich habe keinen Grund zu zweifeln, dass auch in diesem Fall die Polizei nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit eingeschritten ist und die Festnahmen durchgeführt hat“, sagte Karner im Ö1-Mittagsjournal.Er sagte zudem, dass weiterhin gegen vier Personen durch die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt werde, darunter Tkatsch und Bondarenko. Zwei weitere Ukrainer waren bereits Anfang vergangener Woche wegen Verdachts auf geheimen Nachrichtendienst zum Nachteil Österreichs verhaftet worden und befinden sich in Wien in Untersuchungshaft.Botschaft wartet auf RückmeldungEine Sprecherin der ukrainischen Botschaft sagte der APA, man habe sich offiziell an die zuständigen österreichischen Behörden gewandt und warte auf eine Rückmeldung.„Die österreichischen Behörden schulden der Öffentlichkeit eine klare Erklärung der legalen und faktischen Grundlagen für diese Operation, den Einsatz von Gewalt gegen Journalisten sowie ihre Behandlung in Haft“, teilte die Vereinigung der Europajournalisten (AEJ) mit.FPÖ: Ukrainischen Botschafter einbestellenFPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker verlangte von Karner offenzulegen, ob nicht Hinweise aus Kiew zu den Festnahmen der Journalisten geführt hätten, die einem „Korruptionsfall in Kiews Machtapparat“ nachgingen.Hafenecker forderte zudem Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) auf, den ukrainischen Botschafter einzubestellen.Mehr dazu in wien.ORF.at Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.