Portoerhöhung ab 2027: Standardbrief könnte 1,15 Euro kosten

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Der nächste Preissprung beim Briefporto zeichnet sich ab. Die Bundesnetzagentur hat heute ihren Entwurf für die Portopreise der Deutschen Post ab Januar 2027 vorgestellt. Demnach dürfen die Preise für Privatkundenbriefe im Durchschnitt um 20,35 Prozent steigen. Damit fällt der geplante Aufschlag nahezu doppelt so hoch aus wie bei der letzten Anpassung.Die aktuell gültigen Porto-Preise Für den Standardbrief, der derzeit 95 Cent kostet, könnte dies einen neuen Preis von rund 1,15 Euro bedeuten. Fest steht dieser allerdings noch nicht. Die Post darf innerhalb der genehmigten Produktgruppen selbst entscheiden, welche Sendungen sie stärker verteuert und welche weniger. Bei der letzten Portoerhöhung Anfang 2025 nutzte das Unternehmen diesen Spielraum bereits aus.Briefe werden seltener, der Versand teurerAls wesentlichen Kostentreiber nennt die Bundesnetzagentur die kontinuierlich sinkenden Briefmengen. Unternehmen, Behörden und Privatpersonen kommunizieren zunehmend digital. Hinzu kommt die verpflichtende Einführung elektronischer Rechnungen für Unternehmen ab 2028. Die verbleibenden Sendungen müssen damit einen immer größeren Anteil der Infrastrukturkosten tragen.Die Regulierungsbehörde rechnet für den kommenden Zweijahreszeitraum mit einer Inflation von 4,04 Prozent. Gleichzeitig verschlechtert sich die Produktivität im Briefgeschäft um 16,31 Prozent. Daraus ergibt sich der geplante Erhöhungsspielraum von 20,35 Prozent. Für Geschäftspost gilt derselbe Wert. Privatkundenpakete dürfen durchschnittlich um 10,72 Prozent teurer werden.Die Deutsche Post hatte noch höhere Aufschläge beantragt. Die Bundesnetzagentur berücksichtigt jedoch nicht sämtliche geltend gemachten Mehrkosten. Anerkannt werden unter anderem die besonderen Personal- und Versorgungslasten, die das Unternehmen als Rechtsnachfolger der Bundespost trägt.Endgültige Portopreise erst zum JahresendeDie jetzt veröffentlichten Zahlen sind noch nicht verbindlich. Bis zum 30. Oktober können Wettbewerber, Verbraucherschützer und weitere Interessierte Stellung nehmen. Im November soll die endgültige Entscheidung fallen. Anschließend muss die Deutsche Post ihre konkreten Preise zur Genehmigung vorlegen.Die neuen Tarife sollen vom 1. Januar 2027 bis Ende 2028 gelten. Schon die letzte Preisrunde hatte den Standardbrief von 85 auf 95 Cent verteuert. Die Postkarte kostet seitdem ebenfalls 95 Cent. Ob beide Sendungsarten diesmal wieder gleich stark betroffen sind, entscheidet sich erst mit der neuen Preisliste.★ ifun.de bei Google bevorzugen ★Der Beitrag Portoerhöhung ab 2027: Standardbrief könnte 1,15 Euro kosten wurde zuerst auf ifun.de veröffentlicht.