12.10.2026 22.30Online seit heute, 22.30 UhrEine Woche nach Drohnenangriffen auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer hat Bulgarien die EU und die NATO um technische Hilfe bei den Ermittlungen gebeten. Beide angegriffenen Schiffe waren beschädigt worden, eines davon sank. Nach Angaben von Regierungschef Rumen Radew ist bisher unklar, ob die Drohnen aus Russland oder aus der Ukraine kamen.Fest steht, dass eines der angegriffenen Schiffe, die „Alfa Watan“, praktisch sofort nach der Attacke gesunken war – binnen etwa drei Minuten. Eine Drohne, die derart enorme Schäden anrichtet, dürfte mit einem Sprengkopf von mehr als 300 Kilogramm ausgestattet gewesen sein, sagte Dimitar Nedjalkow von der Militärakademie in Sofia dem bulgarischen TV-Sender Nova.An Bord der unter der Flagge von Togo fahrenden „Alfa Watan“ waren zwölf Mann Besatzung, die noch immer vermisst werden.Das zweite Schiff, die „Able“, war unter der Flagge von Palau mit Getreide nach Istanbul in der Türkei unterwegs, als es nach einem Drohnenangriff in Brand geriet. Die 18-köpfige Crew wurde gerettet. Auf dem Schiff wurden ersten Ermittlungen zufolge keine Drohnenreste entdeckt. Medienberichten zufolge hat die „Able“ Bulgariens Gewässer inzwischen wieder verlassen.Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sah in den Angriffen „einen weiteren Ausdruck der russischen Bemühungen, den westlichen Teil des Schwarzen Meeres für die Schifffahrt völlig untauglich zu machen“. Nach Kontakten mit der bulgarischen Seite sei festgestellt worden, „dass es sich um einen kombinierten russischen Angriff mit See- und Luftdrohnen handelt“.