09.10.2026 11.47Online seit heute, 11.47 UhrVon Jänner bis September haben sich 12.901 Männer für den Zivildienst angemeldet, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. „Noch nie gab es in den ersten neun Monaten so viele Zivildiensterklärungen wie heuer“, sagte die zuständige Ministerin Claudia Bauer (ÖVP) heute.Der Anstieg hänge wohl mit der Diskussion über die am Mittwoch in Begutachtung geschickte Wehrdienstreform zusammen. Kernpunkt der Reform ist, dass der Präsenzdienst von sechs auf neun Monate verlängert wird.Sinkt die Zahl der Grundwehrdiener unter 13.875, soll der Zivildienst ebenfalls ab dem Folgejahr, konkret um zwei Monate, verpflichtend verlängert werden.Sie kenne zwar die konkrete Motivlage nicht, gehe aber davon aus, dass der Andrang mit der Diskussion über die Verlängerung – auch wenn diese erst später in Kraft tritt – zusammenhängt.Die Ministerin rechnet damit, dass die Schwelle bereits nächstes Jahr unterschritten und der Zivildienst damit ab 2029 verlängert wird. Diese Verlängerung wäre dann dauerhaft. Bauer wäre ohnehin dafür gewesen, diesen sofort analog zum Präsenzdienst zu verlängern.Bauer warnte: „Wir wissen schon heute, dass uns aufgrund der demografischen Entwicklung ab 2040 jedes Jahr rund 4.000 Zivildiener fehlen werden, wenn wir nichts ändern.“Sollte der Zivildienst verlängert werden, gibt es drei Möglichkeiten: Erstens können die elf Monate in einem absolviert werden, zweitens zunächst neun Monate und zwei Monate zu einem späteren Zeitpunkt bei derselben Einrichtung. Die dritte Möglichkeit ist, dass man statt der zwei Monate ehrenamtliche Arbeit leistet. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.