07.10.2026 17.30Online seit heute, 17.30 UhrFranzösische Fahnder haben eine Internetplattform vom Netz genommen, über die Kriminelle durch Erpressung oder ohne Einwilligung erlangte Nacktaufnahmen von rund 17.000 Frauen vertrieben haben sollen.Die Plattform sei mit Unterstützung von US-Behörden aufgedeckt worden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft heute mit. Drei damit zusammenhängende Websites seien geschlossen worden.Die Fotos hätten sowohl aus Hackerangriffen auf Social-Media-Konten gestammt als auch aus Cybergrooming-Fällen, bei denen Erwachsene sich online das Vertrauen von Minderjährigen erschleichen und sie zu Nacktaufnahmen zwingen. Außerdem habe es sich auch um „Rachepornos“ gehandelt.Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wurden Nutzer der Websites dazu angeregt, gegen eine Belohnung in virtueller Währung Identifikationsdaten der einzelnen Opfer bereitzustellen.Die Opfer seien einzeln unter richtigen Namen erfasst und nach Alter, Wohnort, Beruf und Schönheitsgrad – bewertet auf einer Skala von eins bis zehn – katalogisiert worden.Zwei Brüder im Alter von 21 und 25 Jahren mit Wohnsitz in Nordfrankreich seien festgenommen worden, teilte die Ermittlungsbehörde mit. Digitale Vermögenswerte in Höhe von über 700.000 Euro seien beschlagnahmt worden.