07.10.2026 17.18Online seit heute, 17.18 UhrArbeiterkammer (AK) und Gewerkschaft drängen weiter auf eine Beitragssatzerhöhung beim Insolvenzentgeltfonds (IEF), um die im kommenden Jahr erwartete Finanzierungslücke zu schließen. Der IEF müsse „auf sicheren Beinen stehen“, sagte AK-Präsidentin Renate Anderl heute.Es dürfe „keine Leistungskürzung“ des Insolvenzentgeltfonds für Arbeitnehmer von insolventen Unternehmen geben, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz, Josef Muchitsch.Ruf nach Maßnahmen gegen SozialbetrugDer IEF deckt Arbeitnehmeransprüche (Gehalt, Urlaubsgeld, Überstunden) ab, wenn ein Arbeitgeber Insolvenz anmeldet. Anderl und Muchitsch verwiesen auf eine Stellungnahme des Rechnungshofes (RH) zum Insolvenzentgeltfonds von Anfang September.„So, wie das System ausgestaltet ist, birgt es in einigen Punkten jedoch ein Risiko von Fehlanreizen“, so der RH. Zudem werde es 2027/28 Anhebungen des Beitragssatzes brauchen, so der RH.AK und Gewerkschaft forderten mehr Maßnahmen gegen Sozialbetrug und „kriminelle“ Unternehmen, die mit einer Insolvenz ihre Lohnrückstände an den Insolvenzentgeltfonds auslagern und später mit einem anderen Firmennamen und den gleichen Mitarbeitern weitermachen.Wirtschaftsseite gegen BeitragssatzerhöhungWirtschaftskammer Österreich (WKO), ÖVP-Wirtschaftsbund und die Industriellenvereinigung (IV) lehnen eine Beitragssatzerhöhung ab und verweisen auch auf Empfehlungen des Rechnungshofes. Man müsse zuerst bei Leistungen und bei der Verwaltung des Fonds sparen, so der WKO-Generalsekretär Jochen Danninger.Die IV drängt auch auf Reformen beim Insolvenzentgeltfonds. Der ÖVP-Wirtschaftsbund ortet einen „Reformstau“ beim IEF. NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser plädiert für die Bereinigung mehrerer Fehlanreize bei den IEF-Auszahlungen und einnahmenseitige Maßnahmen, etwa einen finanziellen Beitrag der Arbeiterkammer. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.