07.10.2026 16.54Online seit heute, 16.54 UhrDer steile Anstieg der Treibstoffpreise im Frühjahr 2026 war im Wesentlichen auf internationale Faktoren zurückzuführen. Beim Diesel machten höhere Rohölpreise und gestiegene europäische Raffineriemargen 83 Prozent des Gesamtanstiegs von 53 Cent pro Liter aus.Das geht aus einem Studienentwurf des Instituts für Höhere Studien (IHS) hervor, über den die APA heute berichtete. Die Studie wurde im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellt.Ursachen der Preissprünge im FokusIn der Untersuchung werden die Preissprünge während der Krisenmonate März und April 2026 in ihre einzelnen Bestandteile aufgespalten. Beim Diesel verteuerte sich der Liter an der Zapfsäule um durchschnittlich 53 Cent. Davon entfielen 21 Cent auf den gestiegenen Rohölpreis der Sorte Brent und 23 Cent auf die Ausweitung der europäischen Brutto-Raffineriemarge, genannt „Crack Spread“.Beim Benzin lag der Anstieg bei 25 Cent pro Liter, wovon 20 Cent direkt durch den Rohölpreis verursacht wurden, während die Raffineriemarge kaum ins Gewicht fiel. Wie in dem Entwurf betont wird, bleibt die höhere Bruttoraffineriemarge der Raffinerien den Mineralölkonzernen nicht als Reingewinn, weil daraus stark gestiegene Betriebskosten für Energie, Strom, Personal und Instandhaltung gedeckt werden müssten.Diesel um 14 Cent billigerAktuell ist der Liter Diesel im Durchschnitt wieder günstiger als in der Vorwoche. Bei Superbenzin lag die Vergünstigung bei ca. neun Cent, rechnete der ÖAMTC vor. „Damit lag die Reduktion bei Super knapp unter der zusätzlichen Entlastung durch die neue Spritpreisbremse, während sich der Dieselpreis im Schnitt um zusätzliche vier Cent pro Liter nach unten bewegte“, so der Mobilitätsclub.Wobei die Autofahrerinnen und Autofahrer auf einen teuren Tankmonat zurück blicken: Am 17. September erreichte der Dieselpreis mit durchschnittlich 2,281 Euro je Liter einen historischen Höchststand.Aber auch im Monatsdurchschnitt war es teuer: Diesel kostete 2,195 Euro je Liter, Superbenzin 1,921 Euro. Gegenüber September des Vorjahres waren das rund 68 Cent bzw. 45 Prozent mehr bei Diesel und rund 42 Cent bzw. 28 Prozent mehr bei Super, gibt der ÖAMTC zu bedenken. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.