Pilnacek-U-Ausschuss setzt Befragungen fort

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07.10.2026 08.16Online seit heute, 8.16 UhrDer parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Causa Christian Pilnacek setzt heute seine Befragungen fort. Während morgen Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) zum behördlichen Umgang mit dem Tod des ehemaligen Justizsektionschefs Rede und Antwort stehen muss, wird heute die Kabinettchefin des Innenministeriums befragt.Hinter den Ladungen steht der Verdacht, dass es im Zuge der Ermittlungsarbeit nach dem Auffinden von Pilnaceks Leichnam politische Einflussnahme auf höchster Ebene gegeben haben soll. Für die FPÖ war dieser Verdacht eines der zentralen Motive, den Ausschuss zu initiieren.Beginn mit OberstaatsanwaltIm Fokus des Befragungstages steht zu Beginn ein weiteres Mal auch Pilnaceks Laptop, über dessen Auswertung ein Oberstaatsanwalt der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) Auskunft geben soll. Zeitlich gerade recht kommt ein 440-seitiges Dokument seiner Behörde zum Inhalt von Pilnaceks Laptop, der dem U-Ausschuss seit Kurzem vorliegt.Der „Standard“ hatte berichtet, dass es darin etwa neue Erkenntnisse zu Pilnaceks Nebentätigkeiten gebe. Aus dem Bericht werde ersichtlich, dass Pilnacek auch nach seiner Suspendierung ÖVP-Politiker bezüglich ihrer Forderungen nach einem Zitierverbot aus Ermittlungsakten beraten habe.In E-Mails an die damalige Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) und den damaligen ÖVP-Generalsekretär und heutigen Bundeskanzler Christian Stocker kritisierte Pilnacek die von der damaligen Justizministerin Alma Zadic (Grüne) geplanten Änderungen im Korruptionsstrafrecht. Stocker soll daraufhin an Pilnacek geschrieben haben: „Ich versuche zu retten, was zu retten ist.“Pilnaceks Geisterfahrt wird erörtertAm ersten der beiden Tage außerdem geladen sind zwei Polizeibeamte, darunter ein Oberst und ein Gruppeninspektor des Landespolizeikommandos Niederösterreich. Letzterer hatte mit der Geisterfahrt des einstigen Justizsektionschefs zu tun, Stunden vor dem Fund des Leichnams in einem Seitenarm der Donau. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.